Auftrag und Rahmenbedingungen

Der Kirchenrat der ERK Basel – Stadt beauftragte Pfr. Martin Dürr, ein Projekt für Englisch Sprechende in der Region Basel auszuarbeiten.

Bei der Zielgruppe des Projektes hatte der Kirchenrat insbesondere qualifizierte Angestellte im Blick, die für kürzere oder längere Zeit von global agierenden Firmen nach Basel geholt werden. Dies geschieht im Zuge der Globalisierung von Firmen mit Sitz in Basel immer mehr. Diese „Newcomers“ bleiben oft isoliert, finden keine Nahtstelle mit der lokalen Schweizer Kultur, können wesentliche soziale Bedürfnisse nur fragmentarisch erfüllen, fühlen sich als Einzelne oder als Familien fremd und daher auch einsam. Sie suchen vergeblich nach Gelegenheiten, sich mit anderen Menschen über existentielle Fragen im Bereich „Mind and Soul“[1] auseinanderzusetzen.

Das Projekt  richtet sich also an Englisch sprechende Menschen in der Region. 

Sein Ziel besteht darin, auf die sozialen (im Sinne von gesellschaftlichen, beziehungsmässigen)  und spirituellen Bedürfnisse dieser Menschen zu antworten.

Hier schafft das Projekt integrierende Schlüsselangebote, insofern solche nicht bereits durch andere Kirchen oder Organisationen bestehen. Im Rahmen einer 40 % - Stelle wird eine Struktur für dieses Projekt aufgebaut und es werden Angebote geschaffen, die diesen Bedürfnissen entsprechen.

 

Die neu aufzubauende Projektstelle soll nun ein wichtiger Beitrag sein, „Newcomers“ in Basel zu integrieren. Die Auseinandersetzung mit Menschen, die in ihrem Fachgebiet meist hoch qualifiziert sind, wird sich ihrerseits als Bereicherung für unsere Kirche erweisen.

In diesem Zusammenhang muss darauf hingewiesen werden, dass das Wachstum der Kirche in der antiken Welt der ersten drei Jahrhunderte innerlich wie äusserlich durch den Austausch von Menschen geprägt wurde, die in der ‚globalen Ökonomie’ der damaligen Mittelmeerwelt mobil waren und von den lokalen Kirchen aufgenommen und einbezogen worden sind.

 

Mit dem Aufbau der neuen Projektstelle (40 %) wurde Pfr. Martin Dürr beauftragt. Seine Tätigkeit in der Johannesgemeinde (Grossbasel – West) reduziert er von 80 auf 40 %. 




[1] Der in diesem Konzeptentwurf häufig verwendete Begriff „Mind and Soul“ meint Folgendes:

Die auch mit gutem Einkommen nicht bezahlbaren Bedürfnisse nach Auseinandersetzung mit einer neuen Kultur, ethischen und intellektuell-theologischen Fragen („Mind“), die in Einzel- oder Gruppengesprächen oder mit geeigneten Referaten erläutert werden können. „Soul“ beinhaltet existenziell- theologische (Was kann ich glauben?) spirituelle (wie kann ich meinen Glauben leben?) und emotionale (Wie geht es mir in der  neuen Lebenssituation?) Fragen und  die Bedürfnisse nach Verstanden werden und Freundschaft fernab von der Heimat.

Dies versteht sich in Abgrenzung zu (sozial-diakonischen) Fragen der finanziellen Situation oder  (eher juristischen) Problemen der Anstellung, Beförderung, Kündigung usw.