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Kirchen & Gemeinden

Kirchgemeinden: Kirche im Alltag
Kirche im Alltag – das sind zuallererst die Kirch- oder die Quartiergemeinden. Hier finden vielfältige Begegnungen und Aktivitäten in der Nachbarschaft statt: Jugendtreffs, Müettere-Zmorge, Morgengebete, Orgelkonzerte, Seniorentreffs, Spielnachmittage, Gottesdienste und «Suppentage». Es gibt Kurse und Gesprächsgruppen, Feste werden organisiert und Familienferien angeboten. Im Rahmen der Kirch- oder Quartiergemeinde pflegen die Pfarrerinnen und Pfarrer sowie die sozial-diakonischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viele persönliche Beziehungen zu den Kirchenmitgliedern und ihren Familien. In diesem Umfeld von Kontakten, Gesprächen, Hilfeleistungen und Anteilnahme haben auch die kirchlichen Handlungen ihre rituelle Bedeutung: Taufe, Konfirmation, Trauung, Abdankung.
Wahl- und Stimmrecht
Die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt besteht aus neun Kirchgemeinden. Acht davon sind so genannte Territorialgemeinden, in die das Kantonsgebiet aufgeteilt ist. Die neunte Gemeinde ist die Eglise française, deren Mitglieder aus der ganzen Region stammen. Ihre Gründung geht auf das Jahr 1572 zurück, als sich reformierte Glaubensflüchtlinge aus Frankreich in Basel niedergelassen haben. Die Kirchgemeinden verfügen über eine grosse Selbstständigkeit und können sich in Quartiergemeinden unterteilen. Kirch- und Quartiergemeinden sind demokratisch organisiert und von einem Kirchen- bzw. Quartiervorstand geführt.
Gemeindezugehörigkeit
Die Kirchenmitglieder gehören in der Regel derjenigen Kirch- und Quartiergemeinde an, in der sie auch wohnen. Dort sind sie auch stimmberechtigt bei kirchlichen Wahlen und Abstimmungen. Seit 1997 besteht aber auch die Möglichkeit, sich auf eigenen Wunsch einer anderen Kirchgemeinde anzuschliessen, wo er oder sie sich zu Hause fühlt und engagieren will.
Autor
Georges Bornschlegl
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Besuche: 14 heute, 490 Monat - aktualisiert: 20.06.2014