Klöntalersee
DANKBAR STAUNEN
Herr, wie gross ist dein Name auf der ganzen Erde;
über den Himmel breitest du deine Hoheit aus.
Aus dem Mund der Kinder und Säuglinge schaffst du dir Lob.

Seh’ ich den Himmel, das Werk deiner Finger,
Mond und Sterne, die du befestigt:
Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?

Du hast den Menschen wenig niedriger gemacht als Gott,
mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.
Herr, wie gross ist dein Name auf der ganzen Erde!
(aus Psalm 8)

Nach einem Regenschauer quellen einzelne Wolkenschwaden aus den Bäumen, die Sonne schiebt sich über den Bergrücken und wirft ein Mosaik aus Licht und Schatten auf die Hänge, die Pflanzen leuchten in einer ganzen Palette von Grüntönen. (Das Foto oben fängt das leider nur zu einem Teil ein...)
Solch ein Blick, solch ein Moment voller Staunen tut mir wohl: Wie wunderschön! Wie wunderbar, solche Momente immer mal wieder im Alltag erleben zu dürfen und sie in der Erinnerung zu bewahren; wie eine Seelennahrung für karge Zeiten. Wie schön, sich in solchen Momenten als Teil dieser Welt sehen zu dürfen.

„Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst,
des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?“

Eine uralte Frage in diesem Psalm. Das Staunen, wie viel Gottes Schöpfung umfasst, welch ein Geschenk es ist, daran Teilhaben zu können. Und gleichzeitig auch ein ehrfürchtiges Staunen und Vertrauen, dass Gott uns Menschen in dieser umfassenden Schöpfung nicht aus dem Blick verliert; fast ebenso ein Wunder!

Das Leben auf der Welt existiert glücklicherweise mit mir; das Leben auf dieser Welt existiert aber zum Glück nicht wegen mir. Es ist ein Geschenk: Wir alle dürfen Teil dieser Schöpfung sein, wir alle dürfen Teil seiner Gemeinschaft sein. – Ich danke Gott dafür!

Mit staunenden Grüssen
Claudia Basler