Es war ein unglaubliches Projekt!

Mal ehrlich: Wie oft ziehen Sie eine ausgedruckte Seite aus dem Drucker? Und wie oft legen Sie ein Blatt auf den Kopierer? Wer arbeitet, tut das vermutlich häufiger, aber aus unser aller Leben ist diese Vervielfältigung nicht mehr wegzudenken. Und ich muss sagen: Zum Glück! Denn meine Handschrift ist so ungenau und ungleichmässig, dass ich niemandem zumuten wollte, sie entziffern zu müssen. Um so ehrfürchtiger sehe ich alte Bibelhandschriften, die kunstvoll verziert, bebildert und mit einer Ebenmässigkeit gestaltet sind, dass jede Seite ein Kunstwerk ist. Das Abschreiben einer Bibel war nicht einfach nur das Schaffen eines Duplikats, sondern vielmehr Gottes-Dienst, oftmals Lebenswerk. Das Drücken auf die Kopiertaste hat damit nichts mehr gemein... Besonders liebgewonnen Verse schreibe ich mir deshalb ab und zu ab und lege sie mir eine Zeit lang sichtbar auf den Schreibtisch.

Wohl deshalb war es ein unglaubliches Projekt im ersten Corona-Lockdown, als Menschen aufgerufen waren, ein Kapitel der Bibel von Hand abzuschreiben und zu gestalten. Eine tolle Idee, und ich war damals beeindruckt, wie schnell alle Texte verteilt waren. Und es hat geklappt! Pünktlich zu den momentanen Einschränkungen ist sie nun fertig: Die „Corona-Bibel“!
Nicht nur das Werk an sich fasziniert mich, auch springen mir manche Stichworte ins Auge, die ich vorher vielleicht überlesen hätte. Und die Kommentare, Anmerkungen, Gestaltungen nehmen einen mit hinein in den lebendigen Glauben derer, die geschrieben haben, verbunden mit dem Glauben, von dem die Bibel erzählt.

Hier ein Gebet, dass die Autor*in zu Lukas 7 angefügt hat: Den einen als Bestärkung, den anderen als Zuspruch, als ein Wunsch!

Gott liebt und heilt.
Ich glaube, öffne mein Herz.
Werde heil und ganz,
danke und liebe.
Bin geheilt und geliebt.



Mehr unter: www.coronabibel.ch

Ihre Claudia Basler