Massnahmen für die Seele
Ein Plakat für die Seele.

Roter, oranger blauer Hintergrund... grüne Haken, knappe Anweisungen und symbolische Bilder... „So schützen wir uns“ auf gelbem Grund. Die Corona-Plakate gehören mittlerweile zum Alltag wie Verkehrszeichen und Ampeln. Gebote und Verbote haben den Alltag rasend schnell geändert. „Hand vor den Mund“ lernt heute kein Kind mehr beim Husten. Und auch wenn sich das Nicht-die Hand-geben immer noch fremd anfühlt, so fühlt sich Hände schütteln auch längst nicht mehr richtig an.

Die WHO definiert Gesundheit als: „einen Zustand vollständigen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit oder Gebrechen.“

Auf die Seele schauen,
sich und anderen Sorge tragen,
fördern, was uns gut tut,
und die Freiheit der anderen dabei achten.

Singen, lachen, hüpfen,
sich berühren und umarmen.

Vieles ist anders als es uns vertraut war.
Körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden: Das ist mehr als die Abwesenheit von Mängeln, es ist ein aktives Suchen, ein Gestalten, ein Achtgeben: Auf sich selbst und auf andere.

Klingt einfacher als es ist. Aber ich merke, dass es mir gut tut, mit bewusst zu machen, dass ich das selber gestalten muss: Dieses „Wohlbefinden“ kommt nicht unbedingt von alleine zu mir, aber ich kann für mich und für andere versuchen, einen Teil dazu beitragen, mit Kreativität, vor allem aber mit Achtsamkeit andere Formen suchen.
Und zum Beispiel, wie im Gottesdienst am Sonntag, ein Licht anzünden. Und ein Licht verschenken.

Ihre Claudia Basler

(Das Plakat findet sich z.B. auf der folgenden Website:
https://kernbeisser.ch/so-schuetzen-wir-uns-seelisch/
Dort wird darauf hingewiesen, dass der Urheber/die Urheberin unbekannt sind... Das gilt auch für die Darstelung oben...)