Farn
Ich sehne mich nach Frühling, nach dem neuen, hervorbrechenden, überquellenden, zwitschernden, blühenden Leben. Jeder Kälteeinbruch ist ein Dämpfer, aber sie werden zum Glück weniger... Nicht zufällig liegt Ostern in dieser Jahreszeit, symbolkräftig beginnt die neue Lebendigkeit.
Sabine Henning ist, soweit ich weiss, keine Literatin und ich habe von ihr auch keine anderen Gedichte gefunden, aber irgendwo habe ich neulich dieses Gedicht von ihr gelesen. Ich habe mir vorgestellt, wie diese Worte durch Jesus strömen in der Zwischenzeit zwischen Auferstehung und Auffahrt. Und ich lasse mich durchwehen von diesem Frühlingsatem:

raus will ich
leicht sein
neu sein

unter dem knallblauen Himmel
Schatten werfen
den Rahmen sprengen

durchweh mich
Frühlingsatem
lüfte mich

nimm was schwer ist

frei bin ich
lass mich nicht los



Ihre Claudia Basler