Reformierte Kirchgemeinde Basel West

Deutsch(er) und deutlich: Nach 5 Jahren bei Basel West antwortet Jamin zum Abschied auf 5 Stichworte

Jamin braucht den Blick auf den Wegweiser nicht, er weiss, wohin der Weg ihn demnächst führt (Foto: Serafin Lichtenhahn)

Jamin braucht den Blick auf den Wegweiser nicht, er weiss, wohin der Weg ihn demnächst führt (Foto: Serafin Lichtenhahn)

Am kommenden Sonntag, 28. August, 18 Uhr verabschiedet sich Jugendarbeiter Jamin Deutscher nach fünf Jahren bei Basel West im Rahmen vom Jugendgottesdienst West Wind in der Johanneskirche. Zu seinem Abschied kommentiert Jamin fünf Stichworte, die mit den Anfangsbuchstaben seines Vornamens beginnen; Stichworte, die für seine Zeit in unserer Kirchgemeinde und ihn persönlich prägend sind.
Interview: Stephan Lichtenhahn
J wie Jugendliche
Jamin Deutscher: Für Kinder und Jugendliche schlägt mein Herz. Ich war jetzt zehn Jahre lang in der Jugendarbeit tätig, die letzten fünf Jahre in Basel West. Mein grosses Stichwort ist die Jugendhilfe. Das umfasst sämtliche ausserschulischen Unterstützungsformen, welche die Gesellschaft bietet, um Kinder und Jugendliche zu fördern und sie im Prozess des Erwachsenwerdens zu begleiten. Diesem Anliegen möchte ich mich auch in Zukunft widmen.

A wie Abenteuer
Ohne Abenteuer würde ich einrosten. Ich brauche Bewegung, ich brauche Neues, ich brauche immer wieder das Entdecken von Unbekannten, um das Gefühlt zu haben, voll zu leben. Ich suche mir immer wieder neue Abenteuer und neue Herausforderungen. Die Zeit in der Kirchgemeinde Basel West war für mich ein grosses Abenteuer, das viel in mir bewegt hat und ich viel bewegen durfte.

M wie Musik
Musik legt für mich den Zugang zu Gott und zu den Menschen. Musik verbindet gemeinschaftlich, Musik lässt mich aufatmen. Musik macht für mich vieles vom Glauben und von Gott spürbar. Musik war für mich ein grosses Highlight in Basel West: Durch das gemeinsame Musizieren mit den Jugendlichen konnten wir Gemeinschaft bauen. Wir stellten eine Songbook zusammen und konnten so unseren Glauben in die Gemeinschaft einbringen. Musik zu machen hat mich immer enorm beflügelt.

I wie integrierend
Ich bin in einer Familie aufgewachsen, die immer das starke Anliegen hatte, Menschen zu integrieren. Ich war schon als Kind immer in Jugendlagern dabei, ich hatte immer Pflegegeschwister. Integrieren heisst für mich, mit Menschen einen Weg zu gehen, unabhängig davon, wer sie sind, woher sie kommen, wie sie denken. Ich glaube ganz fest, dass auch wir als Kirche die Aufgabe haben, Menschen mitzunehmen und mit ihnen gemeinsam unterwegs zu sein.

N wie Neuanfang
In meinem Leben habe ich immer wieder Neuanfänge erlebt. Und als Familie erleben wir im Januar einen grossen Neuanfang. Wir gehen nach Hawaii, wo wir in einem ungewohnten Umfeld fremd sein werden. Wir möchten als Familie Menschen unterstützen, vor allem für Kinder in Not da sein. In Hawaii gibt es ein riesiges Gefälle: Dem Massentourismus mit vielen reichen Gästen steht eine verarmte Bevölkerung gegenüber. Die Obdachlosigkeit ist gross, Einheimische müssen am Strand schlafen. Der Bildungsstand ist tief, die Zahl von Jugendschwangerschaft hoch, Drogenmissbrauch verbreitet. Als Familie möchten wir in Hawaii mitleben, uns für die Menschen Zeit nehmen und sie ganz praktisch unterstützen und beraten, dort auch unterrichten. Ganz viel mehr über unseren Neuanfang findet man auf unserer Webseite » www.simeaundjamin.com
Autor
Stephan Lichtenhahn

aktualisiert mit kirchenweb.ch
Bereitgestellt: 01.10.2022