Eglise française réformée de Bâle

Des nouvelles de notre paroisse soeur de Brno

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Nos amis de Brno auraient du venir pour le long week-end du 1 mai. Ils nous envoient de leur nouvelle dans la lettre ci-dessous rédigée en allemand par Václav Matoulek



Lieber Michel, liebe Freunde, liebe Brüder und Schwestern à Bâle,



wir denken an Euch in dieser besonderen Zeit. Einige von Euch ließen uns Nachrichten zukommen, in denen sie berichten, wie Ihr in der Gemeinde mit dieser neuen Situation fertig werdet.
In Tschechien wurde Mitte März eine Quarantäne mit einer ganzen Reihe von Einschränkungen angeordnet, insbesondere mit Beschränkungen wenn es um den Aufenthalt in der Öffentlichkeit geht. Mit Ausnahme von Lebensmittelläden und Apotheken wurden alle anderen Geschäfte geschlossen, aber auch Schulen aller Art, die Einhaltung des Versammlungsverbots wird rigoros verfolgt und in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gilt ein absolutes Besuchsverbot.
Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist nur mit dem Mund-und Halsschutz möglich, unter dem Motto: „Meine Schutzmaske schützt dich, deine mich“. Personen über 65 wurde empfohlen ihr Haus lieber gar nicht zu verlassen.


Gottesdienste dürfen heute nur ohne Teilnahme der Gläubigen abgehalten werden, so dass außer der schon früher vorgeplanten TV-und Rundfunkübertragungen ist es in vielen christlichen Gemeinden bei uns so, dass sie ihren Gottesdienst online übers Internet ausstrahlen. Wir als Gemeinde haben schon seit vielen Jahren diese Übertragung übers Netz eingeführt, so dass uns diese Gelegenheit heute besonders zugunsten kommt. Die Zusammenstellung ist auf das Notwendigste eingeschränkt, also die Pfarrerin/der Pfarrer + Organist + Tontechniker + der Presbyterdienst (nur hoffen wir, dass nach der Lockerung der Beschränkungen die Gemeindemitglieder weiter harte Kirchenbänke statt weiche Hauslehnstühle vorziehen werden L).

Wir registrieren dabei durchschnittlich etwa 120 Internetanschlüsse. Der Gemeindekirchenrat hält seine Verhandlungen in Form von Videokonferenz und genauso trifft auch die Jugend „zusammen“ und ähnlich werden auch die Bibelstunden organisiert (an der letzten Bibelstunde hat sich der 101 jährige Herr Pfarrer Pokorný teilgenommen – keine Grenzen für moderne Technologien…). Unsere Pfarrerin in Zusammenarbeit mit der Jugend stellt Videoaufzeichnungen für die sog. Sonntagsschule her, die dann immer am Vortag vor dem Sonntag in die Familien verschickt werden. Unser Pfarrer/Pfarrerin, unsere Seelsorger und Mitarbeiter im Pastoraldienst kommunizieren telefonisch mit älteren Gemeindegliedern, aber die angebotene Hilfestellung (Einkäufe, Begleitung zum Arzt, …) werden nur sporadisch genutzt, weil diese Dienstleistungen ältere Personen werden auch aktiv von der Stadtverwaltung und vom Staat sichergestellt. Jede Woche verschicken wir per Post aber auch durch Austragen den Predigttext und den Gemeindebrief für die älteren Brüder und Schwestern, und für Abonnenten die christliche Zeitschrift. Aktuelle Nachrichten aus der Gemeinde werden auch mittels E-Mail verschickt. Vermählungen und Taufen finden gegenwärtig nicht statt und die schon vorgeplanten Konzerte und Vesper in unserer Roten Kirche mussten abgesagt werden. Seit einigen Tagen ist es schon erlaubt Spaziergänge in der Natur zu praktizieren, natürlich bei Vermeidung der persönlichen Kontakte mit anderen Menschen und bei Einhaltung der Hygienemaßnahmen, also Tragen der Schutzmasken. Seit dieser Woche fängt die Regierung langsam an schrittweise einige von den Maßnahmen gegen die Virusverbreitung zu lockern, also es wird sehr bald schon möglich sein Gottesdienste abzuhalten, jedoch mit einer Teilnahme von max. 15 Personen und bei Einhaltung der Abstände von mindestens 2 m voneinander und es müssen auch Desinfektionsmittel innerhalb des Gotteshauses zur Verfügung gestellt werden. Ab 17. Mai wird dann überlegt eine Gottesdienstteilnahme mit bis zu 30 Personen zu erlauben.



Jedoch, bei all den ansonsten schlechten Nachrichten über diese Corona-Pandemie, die auf uns aus allen Massenmedien zuströmen, können wir und sollten wir uns nicht beschweren. Wir lernen auf diese Weise das Gemeindeleben neu zu gestalten und – es zeigt sich – dass es auch einigermaßen geht und die dabei angesammelten Erfahrungen sind auf ihre Weise generell positiv. Derzeitig scheint es, dass die Pandemie langsam nachlässt. Wir möchten sehr hoffen, dass es sich bewahrheitet und hoffen dabei, dass die ergriffenen Maßnahmen gut überlegt und mit Vorbedacht außer Kraft gesetzt werden, so dass die Seuche später nicht mit aller Kraft wieder zuschlägt (vielleicht war es dank dem schnellen Reagieren unserer Regierung, dass uns die Schlagkraft des Virus nicht voll betroffen hat). Generell aber überwältigt in der Öffentlichkeit die Meinung, dass diese Beschränkungen möglichst bald aufgehoben sein sollten und müssten wegen der sich abzeichnenden riesigen ökonomischen Probleme.

Das kommende Wochenende werden wir „virtuell“ mit Euch in Basel sein J. Wir schicken Euch herzliche Grüße aus Brno, verbunden mit dem Wunsch, dass das Leben überall, bei Euch sowie bei uns, schrittweise wieder seinen normalen Lauf nimmt.



Im Namen der Kirchengemeinde Brno




Václav Matoulek



Vous trouvez ci-dessous les photos du voyage de notre paroisse à Brno en 2019:






Autor
Céline Hauck

061 270 96 66
aktualisiert mit kirchenweb.ch
Bereitgestellt: 30.04.2020