Reformierte Kirchgemeinde Gundeldingen-Bruderholz

religionen_lokal: ein neues jüdisch-muslimisch-christliches Projekt im Gundeli

Podium —  Von links: Prof. Jürgen Mohn, Sozan Mohebbi-Rasuli, Simon Berger Battegay, Andreas Möri<div class='url' style='display:none;'>/kg/gundeldingen-bruderholz/</div><div class='dom' style='display:none;'>erk-bs.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1511</div><div class='bid' style='display:none;'>12824</div><div class='usr' style='display:none;'>46</div>

Unsere Gesellschaft wird immer vielfältiger. Interreligiöse Zusammenarbeit ist deshalb ein Gebot der Stunde. Dem trägt das Projekt religionen_lokal Rechnung, das jüdische, muslimische und christliche Gruppierungen gemeinsam an der Gundeldingerstrasse aufbauen.

Ruedi Spöndlin
Im Zwinglihaus startet ein neues Projekt, und das im Januar. Was liegt da näher, als die Eröffnung mit einem Neujahrsapéro zu feiern. Aber halt, dieses Projekt ist eine interreligiöse Begegnungsplattform. Getragen wird sie von je einer christlichen, jüdischen und muslimischen Vereinigung. Diese Religionen feiern nicht alle am 1. Januar Neujahr. Statt einem Neujahrsapéro fand am 24. Januar deshalb eine Kick-off-Veranstaltung statt, an der über die Bedeutung der Feiertage in den drei beteiligten Religionen gesprochen wurde.

Das Projekt heisst religionen_lokal und ist eine interreligiöse Begegnungsplattform. Es will die Werte des Dialogs leben und Wissen über Religion aus erster Hand vermitteln. Getragen wird es vorerst von der Basler Muslimkommission, den Christlich-Jüdischen Projekten, dem Forum für Zeitfragen und der Kirchgemeinde Gundeldingen-Bruderholz. Weitere Partner sollen noch dazu stossen. Das Projekt wird geleitet von der Theologin Anja Kruysse und von einem interreligiösen Team verantwortet, dem die Co-Leiterin der Christlich-Jüdischen Projekte Simone Berger Battegay, die Islamwissenschaftlerin Sozan Mohebbi-Rasuli sowie der reformierte Pfarrer Andreas Möri angehören.

Am Eröffnungsanlass vom 24. Januar tauschten sich Simone Berger Battegay, Sozan Mohebbi-Rasuli und Andreas Möri mit dem Religionswissenschaftler Professor Jürgen Mohn in einer Gesprächsrunde über die Bedeutung der Feiertage in Christentum, Islam und Judentum aus. Das jüdische Neujahr findet jeweils im Herbst statt und ist zusammen mit dem 10 Tage später stattfindenden Fasttag Jom Kippur der wichtigste Feiertag im Jahr. Man nennt sie die Hohen Feiertage. Selbst nicht praktizierende Juden und Jüdinnen versammeln sich an diesen Feiertagen in der Synagoge. Aber die jüdischen Kinder freuen sich natürlich ganz besonders auf Chanukka, weil es dort viele Geschenke gibt.

Eine feierliche Note verliehen dem Anlass zu Beginn die Grussworte von Rabbiner Moshe Baumel, der reformierte Kirchenratspräsident Lukas Kundert und Yvuz Tasoglu von der Basler Muslimkommission. Und auch wenn es sich nicht um einen Neujahrsapéro handelte, kamen die Geselligkeit und die kulinarischen Genüsse nicht zu kurz. Besonderer Beliebtheit erfreute sich der koschere Grill, der im Zwinglihaus neuerdings fest zum Inventar gehört.

Autor
Andreas Möri

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