Reformierte Kirchgemeinde Gundeldingen-Bruderholz

Buen Vivir in Guatemala - Exklusivbericht

Juana Vàsquez Arcon <div class='url' style='display:none;'>/kg/gundeldingen-bruderholz/</div><div class='dom' style='display:none;'>erk-bs.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>90</div><div class='bid' style='display:none;'>14629</div><div class='usr' style='display:none;'>46</div>

Warum werden die Maya als Maismenschen bezeichnet? Und weshalb ist es auch für uns wichtig, dass die Maya-Bevölkerung in Guatemala ihr eigenes Saatgut hat? Im Video erzählt die 75jährige Juana Vásquez Arcón bedächtig ihre Lebensgeschichte. Wer sich Zeit nimmt, ihr zuzuhören, erfährt unerhört Spannendes.
Tamara Hari
Ein Leben, geprägt von vielseitigen Versuchen, die Mayakultur und die bäuerliche Bevölkerung von Guatemala zu schützen, zu vertreten und zu stärken. Gelebt im Kloster, bei den Guerillakämpfern in den Bergwäldern Guatemalas und heute als «Ajq’ij», spirituelle Führungsperson der Maya. Dies ist Juana Vásquez Arcón, die uns als Gast von Brot für alle besucht hätte. Weil die Coronakrise den Besuch vereitelt hat, produzierte Brot für alle extra für Schweizer Kirchgemeinden das folgende Video:

Zum Video: » Exklusivbericht Juana Vásquez Arcón

In ihrem Interview erzählt sie zunächst von ihrer Kindheit, wie sie in Guatemala aufwuchs, eine gute Ausbildung erhielt und im Kloster lebte. Warum sie sich den Guerillakämpfern anschloss und wie sie dabei beinahe gestorben wäre. Das Video zeigt ein Ritual, bei dem Juana erklärt, welche Bedeutung der Mais für sie und die Maya hat. In der jahrtausendealten Tradition der Maya wird das Maiskorn als „heilig“ betrachtet. Es ist die Grundlage allen Lebens. In der Schöpfungsgeschichte der Maya wird der Mensch aus Maismehl erschaffen. Darum werden die Mayas auch als „Maismenschen“ bezeichnet.

Juana Vàsquez Acron hebt die Wichtigkeit des Saatgutes für Kleinbäuerinnen und -bauern hervor. Saatgut ist ebenso Grundlage der ländlichen Bevölkerung Guatemala wie auch für unsere Ernährung. 70% der Nahrungsmittel-Produktion erfolgt durch kleinbäuerliche Betriebe.

Dennoch wird die Kontrolle über das Saatgut mit internationalen Abkommen und durch Grosskonzerne den Kleinbäuerinnen und Kleinbäuern immer mehr entzogen. Diese Tatsache ist laut Brot für alle und Fastenopfer ein Eingriff in das Grundrecht auf Nahrung. Mit ihren Projekten stärken die Hilfswerke die Stellung der benachteiligten ländlichen Bevölkerung.
Juana Vásquez Acrón ist eine Vertreterin solcher Projekte in Guatemala und zeigt im Film, warum es sich lohnt, diese Projekte zu unterstützen. Ausserdem strahlt sie eine grosse Dankbarkeit für jegliche Unterstützung aus.



Autor
Andreas Möri

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Besuche: 67 Monat - Bereitgestellt: 23.03.2020