Titus beflügelt: Choral am Ende der Reise

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Das Konzert durfte wegen der aktuellen Coronabestimmungen nicht stattfinden. Leider ist nun auch die als Ersatz für das ausgefallene Konzert geplante Video-Aufnahme coronabedingt entfallen, da einer der beteiligten Musiker sich kurzfristig in Quarantäne begeben musste. Wir hoffen sehr Titus bald wieder mit Live-Konzerten zu beflügeln!
„Im Ernstfall ...“ (folglich auch in der jetzigen Pandemie) „... ist die Rolle der Kultur die jener legendären Kapelle an Bord der Titanic, die tapfer bis zum Untergang weiterspielte, um eine Panik zu verhindern.“ (Chr. Wildhagen, NZZ) So setzt auch Titus beflügelt trotz aller Unwägbarkeiten und Unsicherheiten den musikalisch-literarischen Streifzug durch vier Jahreszeiten fort. Das Winter-Programm widmet sich den Schiffsmusikern der Titanic: „Niemand dachte noch an die Musik, und keiner hat gehört, was sie zuletzt spielten.“ (Erik Fosnes Hansen) Bis heute ist umstritten, welches Stück die Musiker an Bord der Titanic zuletzt gespielt haben. War es wirklich der Choral „Näher mein Gott zu Dir“, oder gemäss neueren Forschungen der damals beliebte Walzer „Songe d’automne“ oder vielleicht doch Händels berühmtes „Largo“? Wir wissen es nicht. Erik Fosnes Hansen setzt im Roman „Choral am Ende der Reise“ den Musikern der Titanic ein berührendes Denkmal. Begleitet von Auszügen aus Hansens Roman erweist das „László-Ensemble“ den Kollegen von der Titanic seine Reverenz mit Salonmusik, wie sie damals auf dem als unsinkbar geltenden Riesendampfer gespielt worden ist. Für die Textauswahl und Lesung ist Christian Sutter zuständig, der 1978 selber als Schiffsmusiker auf einem Luxusliner eine dreimonatige Kreuzfahrt rund um die Welt mitmachte.

Mit dem László-Ensemble: László Fogarassy, Violine; Cristina Gantolea Horváth, Violine; Philippe Schnepp, Kontrabass; Christina Bauer, Klavier; Christian Sutter, Konzept und Lesung