Reformierte Kirchgemeinde Riehen-Bettingen

Weihnachten zum Greifen nah...

Erlebnisweg Weihnachten 1 <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Maya&nbsp;Frei-Krepfer)</span><div class='url' style='display:none;'>/kg/riehen-bettingen/</div><div class='dom' style='display:none;'>erk-bs.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>1774</div><div class='bid' style='display:none;'>16527</div><div class='usr' style='display:none;'>361</div>

... erlebten wir am 3. Advent in der Kornfeldkirche.
Denise Martin
Gespannt warten bereits die ersten grossen und kleinen Besucher beim kleinen geschmückten Tannenwäldchen vor der Kornfeldkirche. Da, die Kirchentüre öffnet sich und der Engel Gabriel erscheint und bittet die ersten Besucher, schön abgezählt, zum weihnachtlichen Erlebnisweg. Das Foyer der Kornfeldkirche ist durch eine Spiegelwand abgetrennt, so dass die Lichterketten doppelt funkeln. Der Engel Gabriel berichtet die Geschichte von Maria und Josef, dem Sohn Gottes und dass sie sich auf den Weg nach Bethlehem machen müssen, so wie es der römische Kaiser befohlen hat. Hochschwanger machen sie sich mit ihrem Esel auf den weg. Hmmm…was ist eigentlich hinter dieser Spiegelwand und warum läuft hier ein Kamel durch? Ach keine Zeit nachzudenken, schon macht sich unsere Gruppe auf den Weg, näheres über die Weihnachtsgeschichte zu erfahren. Im prächtig orientalisch geschmückten Unterrichtszimmer werden wir bereits von Melchior und Balthaser erwartet. Hier gilt es, zwölf Gewürze zu erraten. Der Geruchssinn ist also gefragt. Und das ist gar nicht so einfach. Am Schluss habe ich gerade mal vier Gewürze erkannt. Durch das Fernrohr lernen wir ein paar skurrile Sternenbilder kennen. Eines sieht sogar aus wie ein Dackel. Und da ist auch ein hell erleuchteter Stern, welchem die Könige folgen wollen, denn auch sie haben von der Geburt eines Königs gehört, den sie beschenken möchten. Sie müssen aber noch auf Kaspar warten und so machen wir uns ohne die Könige weiter auf den Weg. Zwei Hirten begrüssen uns im Garten der Kornfeldkirche und wir dürfen uns auf Schaffellen um das wärmende Feuer setzen. Die abenteuerliche Geschichte vom Hirtenjungen Simon, der sein kleines weisses Schaf verloren hat, zieht uns in seinen Bann. Da sich Simon mit einer Laterne auf den Weg macht sein Schaf zu suchen, wollen die beiden Hirten am Feuer auf ihn warten. Auch wir machen uns mit einer Laterne auf zur nächsten Station im Grossen Saal. Wow…welche Lichterpracht! Zwei Engel zeigen uns, wie graziös und leicht Engel tanzen können und manchmal scheint es fast so, dass sie Schweben würden. Oh…wer poltert denn da plötzlich lauthals? Ah es ist die Wirtin, welche nicht einmal mehr Platz für eine hochschwangere Frau mit Ihrem Mann gefunden hat. Zum Glück konnte sie das Paar doch noch im nahe gelegenen Stall unterbringen. Den Esel hat das sicher auch gefreut, dass er die Nacht nicht alleine verbringen muss. Die Wirtin führt uns an einen Tisch mit vielen Bechern. Aber nein, zum Trinken gibt es nichts. Dafür ist jetzt unser Rhythmusgefühl und unsere Koordination gefragt. So tönt es bald fast wie in einem Engelschor - Klatsch Klatsch, Finger Finger, Klatsch, Becher hoch und Klatsch.. immer schneller und schneller bis uns die Wirtin erinnert, die Laterne zu schnappen und den Lichtern zu folgen. Im Gänsemarsch ziehen wir weiter durch den Lagerraum und die Sakristei und hinein in die weihnachtliche Kirche, wo es herrlich nach Duftaromen riecht. Maria und Josef freuen sich über unseren Besuch und die Kinder dürfen sogar das Jesuskind halten. Und wer kommt denn da? Aber das ist doch das kleine verloren Schäfchen. Ja dann wird der Hirtenjunge Simon auch nicht mehr weit weg sein. Da wir ohne Gaben gekommen sind, dürfen wir aus den bereitgestellten Körben kleine Geschenke nehmen uns sie dem Jesuskind bringen und jeder Besucher darf noch eine kleine Kerze anzünden. Maria freut sich so, dass sie uns mit ihrer Geige mit musikalischen Leckerbissen verwöhnt. In einem grossen Buch dürfen wir noch Gebete oder Wünsche notieren. Bevor es weiter zur letzten Station geht, darf sich jeder Gast noch eine Kerze als Bhaltis aussuchen. Den Lichterketten folgend, finden wir uns wieder im Foyer ein. Aha…so sieht es also aus hinter der Spiegelwand. Tische mit Wachsplatten, Ausstechförmli und Glitzerfarben warten auf uns, damit wir die Kerze verzieren können. Da muss ich fast 60 Jahre alt werden um das erste Mal mit diesem Material zu arbeiten. Herrlich! Oha…genau da war doch noch was. Genau, ein Kamel trottet durch den Raum und das ist das Zeichen, dass unser weihnachtlicher Rundgang beendet ist. Erfüllt und begeistert von so vielen Eindrücken stehen wir noch etwas beim Tannenwäldchen und lauschen den Weihnachtsklängen. Wir sind Maya Frei-Krepfer und Ihrem tollen Team dankbar, dass sie einen Weg gefunden haben, uns so wunderbar auf Weihnachten einzustimmen!
Denise Martin und Familie
Autor
Maya Frei-Krepfer

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Besuche: 3 heute, 33 Monat - Bereitgestellt: 14.12.2020