Ökumenischer Gottesdienst
Anlässlich der Gebetswoche für die Einheit der Christinnen und Christen laden wir am Sonntag, 18 Januar um 10.30 Uhr zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Heiliggeistkirche ein. Im Fokus der Liturgie steht die armenische orthodoxe Kirche, welche die Texte für die Liturgie für uns vorbereitet hat.
„Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Be-
rufung“ (Eph 4,4)
"Es ist eine Ehre für die Armenisch-Apostolische Orthodoxe Kirche, während der diesjährigen Gebetswoche für die Einheit der Christen im Fokus zu stehen. Wir freuen uns, mit unseren christlichen Brüdern und Schwestern auf der ganzen Welt einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern, der aus dem Herzen des uralten christlichen Zeugnisses unserer Kirche für den Herrn Jesus Christus kommt.
Der Titel des Gottesdienstes, Licht vom Licht als Licht, ist angeregt von dem Attribut Christi, das in das Glaubensbekenntnis von Nizäa und Konstantinopel aufgenommen wurde, dem monumentalen Prüfstein für alle Christen, dessen 1700. Jahrestag wir im vergangenen Jahr gefeiert haben. Christus ist „Licht vom Licht“. Aber der Gesalbte wurde mit einer Mission in diese Welt gesandt: Gottes Licht in diese unruhige Welt zu bringen und uns in liebevolle Gemeinschaft miteinander und mit Gott zu bringen. Deshalb: „Licht vom Licht als Licht“.
Dieser Gottesdienst ist eine Adaption des „Sonnenaufgangsgebets“, einer der täglichen Gebetszeiten der Armenischen Kirche, die vom großen Katholikos (d.h.Oberhaupt der Kirche), dem Theologen, Hymnographen, Liturgiereformer, Ökumeniker und Pfarrer St. Nerses „dem Gnädigen“ von Gla (†1173) zusammengestellt wurde. Es ist bedeutsam, dass der Heilige Nerses dieses Gebet, das in keiner anderen Kirche eine Entsprechung hat, mit einer spezifisch ökumenischen Absicht verfasste: eine Sekte sonnenanbetender Heiden, die zu seiner Zeit in Armenien verbreitet war, in die Umarmung Christi zurückzubringen. Die Symbolik von Christus, dem Licht, durchdringt die Gebete, Hymnen und Schriftlesungen des Gottesdienstes und hätte sicherlich das Interesse der Sonnenanbeter geweckt. St. Nerses suchte die verlorenen Schafe nicht durch Einschüchterung oder Verhandlungen wiederzugewinnen, sondern durch ein kreatives und liebevolles Angebot des Allerbesten, was das christliche Zeugnis seiner Kirche zu bieten hatte. Vielleicht kann dies als Vorbild für uns alle dienen, die wir uns um die christliche
Gemeinschaft bemühen, die Gott für uns gewollt hat."
(Aus dem Vorwort zu den Materialen für den ökumenischen Gottesdienst)
Wir feiern in ökumenischer Verbundenheit mit Christinnen und Christen auf der ganzen Welt. Musikalisch wird der Gottesdienst vom Titus Chor begleitet. Pfr. Marc-André Wemmer führt durch die Liturgie, die Predigt hält Pfrn. Monika Widmer Hodel.
Herzliche Einladung an alle, die diese weltweite Verbundenheit miteinander feiern möchten!