Heinrich Schütz - Historie von der Auferstehung

In der Passionszeit gibt es bis Karfreitag allerorts zahlreiche Konzerte. Offenbar fasziniert die dramatische Geschichte von Verrat und Kreuzigung Jesu nicht nur Komponisten aus allen Zeiten, sondern auch Musiker wie Publikum heutzutage. Ruhiger ist es meist nach Ostern: Erstaunlicherweise wird das Osterwunder, die Auferstehung des Gekreuzigten, kaum vertont, und entsprechend selten sind Konzerte, die diese Geschichte zur Darstellung bringen.
Eine Ausnahme macht Heinrich Schütz, der grosse Komponist des Frühbarock. Mit seiner „Historia der Auferstehung“ hat er ein Oratorium geschaffen, das die Osterereignisse aus den Schilderungen aller vier Evangelien zum Klingen bringt. Er verzichtet auf Arien und Rezitative. Der Evangelist erzählt singend die Vorkommnisse, begleitet von vier Gamben. Ein Chor verkörpert das Volk, und einzelne SängerInnen stellen Personen wie Maria Magdalena, Hohepriester und den auferstandenen Jesus dar. So wird das Osterwunder sehr nah erlebbar: das Staunen Marias, die Jünger, die es lange nicht glauben können, dass Jesus tatsächlich auferstanden sei.
Das Ensemble Gallicantus aus Biel, sechs InstrumentalistInnen und der Sänger Sebastian Mattmüller bringen dieses selten aufgeführte Werk zur Aufführung, zusammen mit zwei Motetten von Heinrich Schütz und einem Instrumentalwerk seines niederländischen Zeitgenossen Johann Schop.
Kontakt: Pfr. Benedict Schubert