Scherbenviertel - Historische Erzählung.
Mit dem Günther-Schürmann Duo und der Autorin Ines Siegfried, die aus ihrer historischen Erzählung „Scherbenviertel“ lesen wird.
«Die Theodorskirche war ordentlich gefüllt. Obwohl die Glocken ausklangen, traten immer noch einzelne Gemeindemitglieder in das Gotteshaus, blieben einen Moment im Gebet versunken stehen, bevor sie sich setzten. Dass Rosina unter ihnen weilte, erregte schon länger kein Aufsehen mehr. Sie blickte beiläufig zur Seite. Keiner starrte sie an. Die einen hatten aufgehört, sie wegen diesem Säufer und Totschläger zu bemitleiden, die anderen fanden keinen Gefallen mehr daran, über sie herzuziehen, weil sie die Scheidung verlangt hatte. Sie wurde nicht gemieden, aber es war auch niemand scharf darauf, neben ihr zu sitzen….».
Erzählt wird die Geschichte einer Unterschichtsfamilie aus dem Kleinbasel des 19. Jahrhunderts. Der Bäcker, Samuel Schwarz, ein jähzorniger Alkoholiker und weinerlicher Jammerlappen, ist Opfer und Täter zugleich. Seine Frau Rosina, deren Selbstbewusstsein auf ihrer Schönheit gründet, gerät in ihrem Streben nach Unabhängigkeit in neue Abhängigkeit. Deren Tochter Elisabeth, die aufgrund der Scheidung ihrer Eltern im Waisenhaus aufwächst, muss vieles über sich ergehen lassen, behält aber den Kopf oben. Und ihr unehelicher Sohn Jakob verabschiedet sich leise und zielstrebig aus der Misere des Scherbenviertels...
Die Lesung der Autorin Ines Siegfried wird mit Jazzmusik von Dominik Schürmann, Bassist, und Tilman Günther, Pianist, untermalt.
Eine Veranstaltung der Konzertreihe TheoSounds
Eintritt frei - Kollekte
Mit dem Günther-Schürmann Duo und der Autorin Ines Siegfried, die aus ihrer historischen Erzählung „Scherbenviertel“ lesen wird.
«Die Theodorskirche war ordentlich gefüllt. Obwohl die Glocken ausklangen, traten immer noch einzelne Gemeindemitglieder in das Gotteshaus, blieben einen Moment im Gebet versunken stehen, bevor sie sich setzten. Dass Rosina unter ihnen weilte, erregte schon länger kein Aufsehen mehr. Sie blickte beiläufig zur Seite. Keiner starrte sie an. Die einen hatten aufgehört, sie wegen diesem Säufer und Totschläger zu bemitleiden, die anderen fanden keinen Gefallen mehr daran, über sie herzuziehen, weil sie die Scheidung verlangt hatte. Sie wurde nicht gemieden, aber es war auch niemand scharf darauf, neben ihr zu sitzen….».
Erzählt wird die Geschichte einer Unterschichtsfamilie aus dem Kleinbasel des 19. Jahrhunderts. Der Bäcker, Samuel Schwarz, ein jähzorniger Alkoholiker und weinerlicher Jammerlappen, ist Opfer und Täter zugleich. Seine Frau Rosina, deren Selbstbewusstsein auf ihrer Schönheit gründet, gerät in ihrem Streben nach Unabhängigkeit in neue Abhängigkeit. Deren Tochter Elisabeth, die aufgrund der Scheidung ihrer Eltern im Waisenhaus aufwächst, muss vieles über sich ergehen lassen, behält aber den Kopf oben. Und ihr unehelicher Sohn Jakob verabschiedet sich leise und zielstrebig aus der Misere des Scherbenviertels...
Die Lesung der Autorin Ines Siegfried wird mit Jazzmusik von Dominik Schürmann, Bassist, und Tilman Günther, Pianist, untermalt.
Eine Veranstaltung der Konzertreihe TheoSounds
Eintritt frei - Kollekte


