Theodorskirche

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Die Theodorskirche wurde erstmals 1084 urkundlich erwähnt. Zu Beginn des 12. Jahrhunderts gehörte sie zum Kloster St. Alban und war von zentraler Bedeutung für das frühe Klein- resp. Niederbasel. Diese Bedeutung verlor sie jedoch mit dem Bau der ersten Rheinbrücke wieder, da sich die Bevölkerung näher am Brückenkopf anzusiedeln begann. Innerhalb der Kirche wurden Gräber aus dem 8. Jahrhundert entdeckt. Ausserhalb der Kirche fand man Begräbnisstätten aus dem 11. Jahrhundert. 1984 wurde in einem ehemaligen Armenfriedhof neben der Kirche ein Skelett ausgegraben, das als Theo der Pfeifenraucher bekannt wurde.

Das Basler Erdbeben im Jahr 1356 beschädigte grosse Teile der Kirche schwer. Berichte aus dem Jahr 1402 geben das Ausmass der Zerstörung wie folgt an: [Die Kirche sei] "erschüttert, umgeworfen und aus der Form gebracht worden". Beide Kirchtürme brachen zum Teil ein, der Altar war auch stark beschädigt. Nur der Nordturm wurde später wieder aufgebaut. Der heutige Bau stammt aus dem 14. und 15. Jahrhundert.