Gott begegnen
Uns verbindet die Überzeugung, dass die Begegnung mit Gott das Leben eines Menschen verändert und belebt. Als reformierte Gemeinschaft ist die Grundlage für unseren Glauben an Gott die Bibel. In ihr lernen wir Gott in dreifacher Gestalt kennen: Als Schöpfer und Gestalter der Welt und der Menschen; in Jesus Christus als Mensch gewordenen Bruder, Freund und Erlöser; im Heiligen Geist als belebende Präsenz in unseren Leben, die uns zur Entwicklung einlädt.
Diese Mitte unseres Glaubens spricht sich in konzentrierter Form aus in den altkirchlichen Bekenntnissen und im Unser Vater, die wir mit allen Kirchen und christlichen Gemeinschaften der weltweiten Ökumene teilen.
Uns ist bewusst, dass unterschiedliche Wege in diese Mitte führen. Niemand von uns ist aufgrund von Status oder Sprache, Bildung oder Herkunft oder Geschlecht „näher“ an Gott. Wir würdigen die Tatsache, dass der christliche Glaube in einer Vielfalt von Formen und Stilen gelebt wird. Wir sehen in dieser Vielfalt, die sich auch in unserer Gemeinschaft zeigt, eine Stärke: Zu allen Zeiten wurde und wird in christlichen Gemeinschaften dieser verbindende Glaube auf unterschiedliche Weise gelebt und gefeiert. Das Miteinander verschiedener Stile und Sprachformen ist ein gehaltvoller, aber auch anspruchsvoller Reichtum. Er erfordert grosszügiges Geltenlassen von Verschiedenheit.
Menschen begegnen
Aus der Mitte unseres Glaubens erwachsen uns orientierende Impulse für unser Leben, die auch unsere Gemeinschaft prägen. Mit dem Glauben verbinden sich Werte.
Zentral für den Umgang miteinander sind uns Respekt und Wertschätzung, eine Atmosphäre des Vertrauens und des Austauschs unter Menschen mit sehr unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen aus allen Generationen. Wir leben in einer lebendigen Gemeinschaft, in der wir auch Zweifel und Sorgen miteinander teilen, die nicht frei von Konflikten sein kann. Wir sind uns bewusst, dass wir immer wieder auf Vergebung angewiesen sind.
Wir verstehen diese Werte als Ausdruck der Nächstenliebe: Für eine Gemeinschaft Verschiedener ist es unerlässlich anzuerkennen, dass das, was uns verbindet, stärker ist, als das, was uns voneinander trennt. Eine geteilte, tiefe Überzeugung und Hoffnung weitet das Herz für die Bedürfnisse anderer Menschen. Ein Glaube, der befreit, kennt keinen Zwang.
Füreinander da
Wir verstehen christliche Gemeinschaft als „Dienst“ am anderen Menschen. Zu dienen bedeutet, von eigenen Bedürfnissen zuweilen zurückzustehen und das Beste der oder des jeweils anderen zu suchen. Solcher „Dienst“ soll wechselseitigen Charakter haben.
Als eine solche Gemeinschaft kommen wir in verschiedenen Formen zusammen: In Gruppen für verschiedene Aktivitäten und Austausch, in Feiern und im Gebet.
Als eine solche Gemeinschaft wollen wir dem Quartier dienen. Wir sind eine offene und einladende Gemeinschaft, in der Menschen unterschiedlicher Hintergründe willkommen sind.