Zwingli: Monatslied September
„Wo Menschen sich vergessen“
Der September steht in unseren Kirchen im Zeichen der Schöpfungszeit – einer Zeit, in der wir besonders auf Gottes wunderbare Schöpfung schauen und uns daran erinnern, dass wir Teil dieser einen, vielfältigen Welt sind. Zugleich lädt uns diese Zeit dazu ein, über unseren Umgang mit der Erde und miteinander nachzudenken.
Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen,
und neu beginnen, ganz neu,
da berühren sich Himmel
und Erde, dass Frieden werde unter uns,
da berühren sich Himmel und Erde,
dass Frieden werde unter uns.
Unser Monatslied „Wo Menschen sich vergessen“ nimmt dabei eine besondere Perspektive ein: Schöpfung zeigt sich nicht nur in der Schönheit der Natur, sondern auch dort, wo Menschen einander begegnen, füreinander da sind und Frieden entstehen lassen. Wo Menschen Grenzen überwinden, sich öffnen und einander mit Achtung begegnen, kann etwas vom Himmel auf unserer Erde sichtbar und spürbar werden.
So begleitet uns dieses Lied durch den September: als Einladung, achtsam aufeinander und auf Gottes Schöpfung zu schauen – und immer wieder Orte zu schaffen, an denen sich Himmel und Erde berühren.
Für dieses Lied und auch für die kommenden Monatslieder, die nicht in unserem Gesangbuch abgedruckt sind, haben wir im Zwinglihaus kleine Liedordner zusammengestellt. So können wir die Monatslieder sowie weitere liturgische Gesänge daraus gemeinsam in unseren Gottesdiensten singen.
Die Initiative der Monatslieder steht im Horizont des schweizerischen Gesangsprozesses ENCHANTÉ. Wir möchten unser Liedgut pflegen, neu entdecken und zugleich erweitern. Denn Singen verbindet: Es schenkt unseren Gottesdiensten neue Klänge, eröffnet Räume für gemeinsames Erleben und lässt uns unseren Glauben mit der eigenen Stimme zum Ausdruck bringen.
So laden wir herzlich dazu ein, mit uns Bekanntes neu zu entdecken und Neues kennenzulernen – und unsere Gottesdienste durch die Kraft des gemeinsamen Singens immer wieder neu zum Klingen zu bringen.
Und: Wenn Sie ein Lied haben, das Ihnen besonders am Herzen liegt (und das nicht im Gesangbuch ist), dann lassen Sie es uns wissen! Vielleicht wird es eines unserer nächsten Monatslieder?
Pfarrerin Monika Widmer