Herbstsynode: «Perspektiven 15» und Erwachsenenbildung im Fokus

Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt diskutierte Berichte des Kirchenrats zum Planungsprozess «Perspektiven 15» und zur Zukunft der kirchlichen Erwachsenenbildung. Budget 2011 und Finanzplanung 2012-2015 fanden die Zustimmung des Kirchenparlaments.
Medienmitteilung Nr. 37 / 24. November 2010

In ihrer Herbstsitzung vom 24. November 2010 diskutierte die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt einen Zwischenbericht des Kirchenrats zum Planungsprozess «Perspektiven 15», der seit 2007 die Strukturen der Kirche an die demografische und finanzielle Entwicklung der Stadtbasler Reformierten anpasst. Vor dem Hintergrund abnehmender Mitgliederzahlen sprach Kirchenratspräsident Prof. Dr. theol. Lukas Kundert vom Paradigmenwechsel von der Volks- zur Mitgliederkirche. Er gab seiner Überzeugung Ausdruck, dass sich die an den Angeboten der Kirche interessierten Mitglieder in Zukunft nicht mehr im heutigen Umfang auf die solidarischen Kirchensteuerzahlungen der so genannten «Mitglieder ohne Eigeninteressen» verlassen dürften und sich vermehrt aus eigener Kraft für die Finanzierung kirchlicher Angebote werden engagieren müssen. Weiter bekannte er sich zu den Grundlagen des Evangeliums und des Glaubens: «Wir müssen missionarische Kirche sein, oder wir werden nicht mehr Kirche sein.»

Weiter diskutierten die Synodalen einen Bericht des Kirchenrats über die Zukunft der kirchlichen Erwachsenenbildung, dem das Konzept einer Zusammenlegung der Angebote des «Forums für Zeitfragen» und der «Offenen Kirche Elisabethen» zu einem Basler Beitrag an eine gesamtschweizerische evangelisch-reformierte «Stadtakademie» zu Grunde liegt. Auch die Finanzplanung für die Jahre 2012 bis 2015 gab Anlass zu einer Plenumsdiskussion, die sich über Einzelpunkte wie die Stellenentwicklung des «Forums für Zeitfragen» oder die Situation des Gemeindehauses St. Markus über das Tages-geschäft hinaus mit der Zukunft der Evangelisch-reformierten Kirche im Kanton befasste.

Diskussionslos verabschiedete die Synode das Budget 2011, das einen Fehlbetrag von Fr. 909'000.-- vorsieht und damit mit der längerfristigen Strategie der Kirchenleitung gemäss «Perspektiven 15» korreliert. Nachdem das Kirchenvolk am 21. November 2010 die neue, totalrevidierte Kirchenverfassung angenommen hatte, passte ihr die Synode ihre Geschäftsordnung sowie die Organisations- und Wahlordnung der ERK Basel-Stadt an. Weiter stimmte sie dem Verkauf der Liegenschaft Mörsbergerstrasse 42 und der Übertragung des bisherigen Pfarrhauses Göschenenstrasse 75 ins Eigentum der kirchen-eigenen Bau- und Vermögensverwaltung sowie einer Änderung der Berechnung des Mindestbeitrags der Freizügigkeitsleistung der Personalversicherungskasse. Schliesslich entbot sie dem neugewählten Bischof von Basel, Felix Gmür, ihre herzlichen Glück- und Segenswünsche und hofft auf eine fruchtbare ökumenische Zusammenarbeit.