Urs Leuthard und Matthias Zehnder diskutieren über Werte im Journalismus

«Journalismus braucht Werte - aber kann er sich die noch leisten?» Die Frage stellt das Pfarramt für Industrie und Wirtschaft beider Basel anlässlich einer öffentlichen Veranstaltung am Donnerstag, 20. November 2014 in der Peterskirche. Industriepfarrer Martin Dürr leitet ein Podiumsgespräch mit dem Chefredaktor der bz Basel und dem Redaktionsleiter der «Tagesschau».
Medienmitteilung Nr. 21 / 13. November 2014

Worüber berichten Medien? Wie und weshalb nehmen sie Themen auf? Geht es um Wahrheit und Aufklärung oder stehen Einschaltquoten, Verkaufszahlen und Clicks im Vordergrund? Welche Werte gelten für Journalisten? An welche halten sie sich wirkllich? Und wie entscheidet ein Chefredaktor im hektischen Redaktionsalltag? Die Medienlandschaft ist im Umbruch. Eben hat der Zürcher Soziologieprofessor Kurt Imhof in einer Studie den Schweizer Medien ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Der Qualitätsanspruch sei von der «Diktatur der Reichweite» verdrängt worden. Diese brächten «Carlos», Sex-Chats und Terror-Bilder und immer weniger seriöser Informationsjournalismus, der eine wichtige Funktion im politischen System unseres Landes hat.

Das ökumenische Pfarramt für Industrie und Wirtschaft beider Basel stellt sich diesen Fragen im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung am Donnerstag, 20. November 2014, 19.30 - 21.00 Uhr in der Peterskirche am Peterskirchplatz in 4051 Basel. Nach Inputreferaten von Matthias Zehnder, Chefredaktor der Tageszeitung bz Basel/Basellandschaftliche Zeitung und Urs Leuthard, Redaktionsleiter der Tagesschau des Schweizer Fernsehens SRF diskutieren die Referenten mit Industriepfarrer Martin Dürr und dem Publikum. Der Eintritt ist frei; für angemeldete Gäste klingt die Veranstaltung mit einem Apéro aus (Anmeldung: Tel. 061 692 43 44 oder sekretariat@pfarramt-wirtschaft.ch)


Das Pfarramt für Industrie und Wirtschaft wurde 1970 gegründet und wird heute von den Evan-gelisch-reformierten und den römisch-katholischen Kirchen beider Basel getragen. Im Austausch mit Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden sowie in der Auseinandersetzung mit wirtschaftlichen Fragen baut es Brücken zwischen Kirche und Wirtschaft/Arbeitswelt und fördert so das gegen-seitige Verständnis. Diese Dienstleistung sowohl für Wirtschaft und Arbeitswelt als auch für die Kirchen bzw. deren Kirchgemeinden und Pfarreien wird zurzeit von Pfr. Martin Dürr von der Evangelisch-reformierten Kirche und der katholischen Theologin Dr. Béatrice Bowald erbracht.