Münster-Eigentümerin erhebt Einsprache gegen Buvette

Die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt spricht sich gegen die geplante Buvette auf dem Münsterplatz aus. Die Eigentümerin des Basler Münsters beantragt dem Tiefbauamt, die Allmendbewilligung für dieses Projekt nicht zu erteilen, weil es gegen das Denkmalschutzgesetz verstösst und der Übernutzung des Platzes Vorschub leistet.
Medienmitteilung Nr. 24 / 18. November 2009

Neben dem Basler Heimatschutz und Anwohnenden hat auch der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt formell Einsprache gegen die geplante Buvette auf dem «Kleinen Münsterplatz» erhoben.

Als Eigentümerin des Münsters macht die Einsprecherin unter anderem geltend, dass dem vorgesehenen Standort als Vorplatz der weltberühmten Galluspforte eine besonders schützenswerte Stellung zukommt. Ein banaler Fahrnisbau würde, wie jede andere zusätzliche Installation oder bauliche Einrichtung an dieser sensiblen Stelle des Stadtbilds, den Umgebungsschutz verletzen, den das Basler Denkmalschutzgesetz in § 19 den eingetragenen Denkmälern gewährt.

Im weiteren befürchtet die Einsprecherin als Folge einer weiter intensivierten Nutzung des Münsterplatzes neben Open Air-Kino, Herbstmesse, Fasnacht und weiteren Events vermehrtes Littering infolge steigenden Lebensmittel- und Alkoholkonsums und eine entsprechende Zunahme der Beschädigungen der historischen Bausubstanz des Münsters.

Die Evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Basel-Stadt bezeichnet in ihrer Einsprache den Betrieb einer Buvette auf dem Münsterplatz als Entwertung des Basler Wahrzeichens und seiner Umgebung. Sie befürchtet auch eine Beeinträchtigung des gottesdienstlichen Lebens in der Stadtkirche und eine unzumutbare Belastung der Anwohnerschaft. Sie beantragt dem Tiefbauamt deshalb, die nachgesuchte Allmendbewilligung zu verweigern.