Basler Reformierte beschliessen Totalrevision ihrer Kirchenverfassung

Die Stimmberechtigten der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt haben mit 6'663 Ja- gegen 350 Nein-Stimmen einer Totalrevision der Kirchenverfassung zugestimmt. Die Stimmbeteiligung betrug 24,1 Prozent.
Medienmitteilung Nr. 20 25. Oktober 2009

Die Verfassung der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt wird einer Totalrevision unterzogen. Dies beschlossen ihre stimmberechtigten Mitglieder am 25. Oktober 2009 mit dem erforderlichen Dreiviertelsmehr an der Urne. 6’663 befürwortenden standen lediglich 350 ablehnende Stimmen gegenüber. Die Stimmbeteiligung betrug 24,1 Prozent.

Die Synode der ERK Basel-Stadt erhält damit den Auftrag, die gültige Verfassung einer umfassenden Revision zu unterziehen. Die geltende Verfassung trat anlässlich der kantonalen Trennung von Kirche und Staat im Jahr 1911 in Kraft und ist seither mehrmals teilrevidiert worden. In den letzten zehn Jahren sind zudem sämtliche wichtigen Ordnungen der ERK neu gefasst worden. Dies erlaubt es, den Verfassungstext von Detailbestimmungen zu entlasten und ihn in übersichtlicher Weise neu zu gliedern.

Mit der Umsetzung des Beschlusses wird die Synode betraut, wobei sie die Unterstützung des Kirchenrats erhält. Auf die Einsetzung eines Verfassungsrats wird also verzichtet; die Revisionsarbeiten werden von einer synodalen Kommission vorberaten. Gemäss aktuellem Zeitplan soll das Kirchenparlament den Verfassungstext in seiner Frühjahrsynode im Juni 2010 verabschieden; im Oktober 2010 muss er in einer zweiten Urnenabstimmung dem Kirchenvolk vorgelegt werden.

Die totalrevidierte Verfassung soll nach ihrer Annahme so rasch wie möglich in Kraft treten, so dass die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt zum 100. Jahrestag ihres vom Staat unabhängigen Bestehens eine neue Verfassung haben wird.