Pfarrer Martin Dürr wird Industriepfarrer beider Basel

Das von den Evangelisch-reformierten und Römisch-Katholischen Kirchen beider Basel getragene Pfarramt für Industrie und Wirtschaft erhält einen neuen evangelisch-reformierten Pfarrer. Die Nachfolge des zum Kirchenratspräsidenten der ERK Baselland gewählten Pfr. Martin Stingelin tritt Pfr. Martin Dürr an. Der neue Industrieseelsorger ist seit 1991 Pfarrer in der Stadtbasler Johannes-Gemeinde.
Medienmitteilung Nr. 13 / 24. Juni 2009

Die Kirchenräte der Evangelisch-reformierten Kirchen Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben Pfr. Martin Dürr ins ökumenische Pfarramt für Industrie und Wirtschaft beider Basel gewählt. Der 49-jährige Basler wird Nachfolger von Pfr. Martin Stingelin, der zum Präsidenten des Kirchenrats der Evangelisch-reformierten Kirche Baselland gewählt wurde. Er führt das Industriepfarramt mit der Römisch-Katholischen Theologin Dr. Gabriele Kieser.

Martin Dürr ist 1959 in Basel geboren worden und in Riehen aufgewachsen. Nach dem Abschluss seines Theologiestudiums war er ab 1985 in verschiedenen Basler Institutionen wie dem Schweizerischen Paraplegikerzentrum, dem Untersuchungsgefängnis und dem Werkstätten und Wohnzentrum Basel WWB seelsorgerisch tätig, bevor er 1991 Gemeindepfarrer zu St. Johannes wurde. Dort pflegte der Fussballfan, der in seiner Freizeit regelmässig Ko-lumnen im offiziellen FCB-Magazin «rot-blau» verfasst, schwerpunktmässig die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Seit Dezember 2007 ist Dürr, der auch ein Mandat als Care Team-Experte bei der Fluggesellschaft Swiss bekleidet, zudem Ansprechperson der ERK Basel-Stadt für Englischsprachige in der Region (Projekt «Newcomers»). Man hört und sieht ihn auch regelmässig in Radio- und TV-Sendungen und -Gottesdiensten des Schweizer Radios und Fernsehens sowie bei Telebasel. Eine Auswahl seiner Predigten ist unter dem Titel «Über das neue Stadion, das Unser Vater und einige andere wesentliche Dinge» veröffentlicht worden.

Martin Dürr ist verheiratet und hat drei Kinder. Das Pfarramt für Industrie und Wirtschaft ist in seinen Augen eine der spannendsten Stellen in der Region. «Vier Kantonalkirchen bauen damit seit Jahrzehnten Brücken zwischen Arbeitnehmenden, Arbeitgebenden und Arbeitslosen – und den Kirchen. Das ist einmalig in der Schweiz.»

Das Pfarramt für Industrie und Wirtschaft beider Basel vertritt die christlichen Grundanliegen im Bereich von Industrie und Wirtschaft. Es sensibilisiert die Kirchenmitglieder und ihre Mitarbeitenden für wirtschaftliche Fragen. Es fördert das gegenseitige Verständnis in der Arbeitswelt und setzt sich für ethische Werte im Wirtschaftsleben ein. Es ist eine Dienstleistung sowohl für Industrie und Wirtschaft als auch für die Seelsorgerinnen und Seelsorger, Kirchgemeinden und Pfarreien. www.pfarramt-wirtschaft.ch.