Die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt will ihre Verfassung revidieren

Die Verfassung der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt wird 2010 hundertjährig und entspricht nicht mehr allen Forderungen der Zeit. Deshalb schlägt der Kirchenrat eine Totalrevision vor. In einem ersten Schritt wurden die Synode, Kirchgemeindevorstände und Mitglieder der Leitungskommissionen kantonalkirchlicher Fachstellen über das mögliche Vorgehen informiert.
Medienmitteilung Nr. 6 / 11. Februar 2009

Der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche Basel Stadt hat vor Mitgliedern der Synode sowie Leitungskommissionen und Kirchenvorständen im Rahmen einer Informationsveranstaltung im Münstersaal des Bischofshof erstmals ausführlich über seine Pläne einer Totalrevision der Kirchenverfassung orientiert.

Die aktuell gültige Verfassung der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt geht zurück auf den 21. November 1910. Damals erfolgte die so genannte «hinkende» Trennung von Kirche und Staat im Kanton. Seither ist der Text mehrmals teilrevidiert und in den letzten Jahren nach der Inkraftsetzung verschiedener untergeordneter Regelwerke (Gottesdienst-, Personal-, Wahl- und Amts-, Organisationsordnung etc.) überholungsbedürftig geworden.

Im Verlauf des Revisionsprozesses muss zweimal das Kirchenvolk an die Urne gerufen werden. Dennoch sieht der federführende Kirchenrats-Vizepräsident und ehemalige Präsident des Verfassungrats des Kantons-Basel Stadt, Dr. Bernhard Christ, die Möglichkeit, die Totalrevision bis zum Ende der laufenden Legislatur 2007-2011 abzuschliessen und die neue Verfassung zur 100. Wiederkehr der Trennung von Kirche und Staat in Basel per 1. Januar 2011 in Kraft zu setzen.

Nachdem die Teilnehmenden an der Informationsveranstaltung wie schon die Herbstsynode 2008 positiv auf den Vorschlag reagiert haben, wird der Kirchenrat nun der Frühjahrssynode 2009 den Antrag stellen, die Totalrevision einzuleiten. Im Oktober 2009 müssen die ERK-Mitglieder dem Revisionsvorhaben mit einem Quorum von ¾ der Stimmenden zustimmen.