Noch einmal UMSTEIGEN zum Thema «Vergänglichkeit» in der Basler Theodorskirche

Bild wird geladen...
Das letzte UMSTEIGEN im Jahr 2016 widmet sich dem Thema Vergänglichkeit und Tod. Die Klänge der Marimba und der Orgel ergänzen sich gegenseitig und tragen durch ihre Musik die Texte von Rose Ausländer, Masch Kaléko, u.a.
Medienmitteilung Nr. 20 / 15. November 2016


DIE ZEIT STEHT STILL, WIR SIND ES DIE VERGEHEN
Mittwoch, 16. November 2016, 18.00 Uhr
Edith Habraken, Marimba
Nicoleta Paraschivescu, Orgel
Roger Thiriet, Lesung


Als Wort ist "Vergänglichkeit" erstaunlich weich. Ein Herbstblatt, vom Wind bewegt, das farbig leuchtend ins Auge fällt und unter den Schuhen raschelt. Als Sache aber bedeutet "Vergänglichkeit" die Auseinandersetzung mit dem Tod und das Erleben des eigenen Sterbens. Vor allem aber bereits vorher die schmerzhafte Erfahrung, dass der Tod uns Menschen für immer wegreisst, die uns lieb sind. Dann ist "Vergänglichkeit" hart und die Tatsache der zeitlichen Begrenztheit des Lebens eher ein Novembersturm als eine sanfte Herbstmelancholie.

Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang, nur vor dem Tode derer, die mir nah sind. Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind? (Mascha Kaléko)
 Für Kunst und Religion war die Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit stets Anstoss und Antrieb zugleich. Das "Memento mori" stellt die Frage nach dem Leben und Zusammenleben in einem ganz neuen, endgültigen Licht. Es vertieft Welt- und Lebenssicht. Vergänglich ist der Mensch unterwegs, und er weiss davon. Schön, wenn er sagen kann: Ich trage mich in Gottes Gästebuch ein: Ich kam, verweilte, es war gut. (Jehuda Amichai)