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Reformation und Musik

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Ein literarisch-musikalischer Ausflug in die Zeit von Luther, Zwingli und Calvin, mit Werken von Mendelssohn, Busoni und Bach.
Donnerstag, 14. September 2017, 19.30 Uhr
Bischofshof, Münstersaal, Rittergasse1, 4051 Basel


Sprecherin, Text und Regie:
Steffi Böttger
Klavier: Konstanze Hollitzer

Unumstritten gilt Martin Luther als Erfinder des Psalmenliedes. Sein Credo war: «Im Singen muss Christus unser Psalm, Lied und Gesang werden». Pauken und Trompeten hasste er, und Geigen hatten im Gottesdienst gar nichts zu suchen. Luther liebte den Gesang, begleitet von einer vielsaitigen Laute. Anders der Zürcher Huldrych Zwingli. Obwohl er selbst mehrere Musikinstrumente meisterlich spielen konnte, ordnete er die Musik dem Weltlichen und Unstatthaften zu und verbannte gar die Orgeln aus den Zürcher Kirchen. Sein Kappelerlied, obwohl ein Kriegslied, gelangte bis in die deutschen Gesangbücher. Und Johannes Calvin in Genf war so begeistert von den deutschen Psalmenliedern, die er in Strassburg gehört hatte, dass er selbst begann, Reime zu schmieden.

Im musikalischen Zentrum des Reformtionsprogramms stehen Werke von Mendelssohn, Busoni und Bach, die unzählige Choräle und Choralbearbeitungen über Texte von Martin Luther komponiert haben, so etwa über das Psalmenlied «Ein feste Burg ist unser Gott», das Heinrich Heine als «Marseiller Hymne der Reformation» rühmte oder über das Adventslied «Nun komm, der Heiden Heiland», das die Ungeduld der Gläubigen in Erwartung der Geburt Christi so wunderbar zum Ausdruck bringt. Selbst Richard Wagner verarbeitete protestantisches Liedgut, das sich bei ihm aber, wie im «Kaisermarsch», höchst pompös ausnimmt.

Die Schauspielerin und Publizistin Steffi Böttger erzählt von den drei grossen wortgewaltigen und so musikverliebten Reformatoren. Dabei wird sie von der Pianistin Konstanze Hollitzer begleitet, die den Weg des evangelischen Kirchenliedes im Laufe der Jahrhunderte musikalisch nachzeichnet.

Im Anschluss gemeinsamer Apéro im Münstersaal.

Eintritt frei, Kollekte

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