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Medienmitteilung: Zeichen der Solidarität mit der jüdischen Bevölkerung der Region Basel

Die Kirchenräte der Evangelisch-reformierten Kirchen des Kantons Basel-Landschaft (ERK BL) und des Kantons Basel-Stadt (ERK BS) bekunden ihre Solidarität mit den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Sie unterstützen das Anliegen von Brigitte Fankhauser-Zurbrügg und Mitunterzeichnenden, darunter über 30 Pfarrpersonen, dass die Behörden von Bund und Kanton für die Sicherheit der Israelitischen Gemeinde Basel (IGB) zuständig sind und somit auch für die zusätzlich erforderlichen Sicherheitsaufwendungen aufzukommen haben. Der Kirchenrat der ERK BL leistet seinerseits einen Solidaritätsbeitrag von CHF 5000.– an die IGB; der Kirchenrat der ERK BS hat eine kantonale Kollekte zu Gunsten der IGB in der zweiten Jahreshälfte 2018 beschlossen.


Medienmitteilung Nr. 5 / 24. April 2018

Alle Bürgerinnen und Bürger haben ein Anrecht auf Schutz und Sicherheit. Dies gilt auch für unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. In unserem Land soll niemand wegen seiner Religionszugehörigkeit in Angst vor Gewalt und Terror leben müssen. Dem Schutz religiöser Gemeinschaften vor terroristischer und extremistischer Gewalt ist deshalb besonders Rechnung zu tragen. Es ist beschämend, dass auch heute noch insbesondere Institutionen und Angehörige der jüdischen Gemeinde durch potenzielle terroristische und extremistische Gewalt gefährdet sind und es aus diesem Grund noch immer entsprechende Schutzmassnahmen und Sicherheitsvorkehrungen brauchen. Diese sind teuer und mit grossen Aufwänden verbunden. Bisher lagen diese Aufwände in der alleinigen Verantwortung der Israelitischen Gemeinde Basel (IGB), dies ist aus Sicht der Kirchenräte der Evangelisch-reformierten Kirchen Basel-Landschaft und Basel-Stadt nicht nachvollziehbar. In der Bundesverfassung Art 57 heisst es ausdrücklich, dass Bund und Kanton für die Sicherheit des Landes und den Schutz der Bevölkerung zuständig sind.

Die Kirchenräte nehmen dankbar zur Kenntnis, dass sich aktuell vieles in eine positive Richtung entwickelt und sich die Regierungen von Bund und Kanton offen und gesprächsbereit zeigen. Zumindest für dieses Jahr ist aber die Deckung der Aufwände noch nicht klar. Aus diesem Grund unterstützen die beiden Kirchenräte das Anliegen von Brigitte Fankhauser-Zurbrügg und Mitunterzeichnenden, darunter über 30 Pfarrpersonen aus der Region, dass die Behörden von Bund und Kanton ihrem verfassungsmässigen Auftrag nachkommen sollen, den Schutz aller Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.

Die Kirchenräte der ERK BL und der ERK BS bekunden mit dieser Medienmitteilung ihre Solidarität mit den jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern der Region und bitten die politischen Vertreterinnen und Vertreter, entsprechend zu handeln und ihre Verantwortung wahrzunehmen. Der Kirchenrat der ERK BL leistet seinerseits einen Solidaritätsbeitrag von CHF 5000.– an die IGB; der Kirchenrat der ERK BS hat eine kantonale Kollekte zu Gunsten der IGB in der zweiten Jahreshälfte 2018 beschlossen.

Auskunft:
Dr. Matthias Zehnder, Informationsbeauftragter ERK BS
matthias.zehnder@erk-bs.ch, Tel. 061 277 45 21

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Autor
Madeleine Schütz

aktualisiert mit kirchenweb.ch
Besuche: 27 Monat - aktualisiert: 07.06.2018