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Die Taufbücher von St. Theodor

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Es sind die ältesten Taufbücher im deutschsprachigen Raum: Vor über 500 Jahren setzen die Aufzeichnungen der kleinbasler Pfarrer über Familien wie die Merian, die Amerbach und den Platter ein und sie decken 250 Jahre Basler Geschichte ab. Jetzt kehren die Taufbücher in originalgetreuen Kopien dauerhaft in die St. Theodorskirche zurück.
Medienmitteilung Nr. 7 / 12. Juni 2018

Die ältesten, erhaltenen Taufbücher im deutschsprachigen Raum sind zwei Taufregister von St. Theodor. Der erste Band umfasst die Zeit von 1490 bis 1625, der zweite Band die Zeit von 1626 bis 1737. Die beiden Bücher bieten auf rund 1700 Seiten mit Taufeinträgen, Registern und Kommentaren von unterschiedlichen Schreibern einen ungemein spannenden Einblick in rund 250 Jahre Basler Geschichte.
Bloss: Seit über hundert Jahren liegen die Originale der beiden Taufregister in London. 1861 wurden sie aus dem Nachlass des Pfarrhelfers Johann Jakob von Brunn verkauft. Offenbar ahnte damals niemand, welche Schätze sich zwischen den ledernen Einbänden verbargen. So gelangten die beiden Handschriften über einen Pariser Händler ins British Museum.

Kunstvolle Kopien
Basel hat mehrfach versucht, die wertvollen Bücher zurückzuholen. Selbst der Bundesrat und der Schweizer Botschafter in London setzten sich für die Kleinbasler Register ein – vergeblich. 1998 wurden die Taufbücher definitiv in die British Library eingegliedert.
2015 gelang es durch eine private Initiative und in enger Zusammenarbeit mit dem Staatsarchiv Basel-Stadt, qualitativ hochwertige Kopien zu erstellen. Kunstvoll gebunden werden sie zusammen mit den Digitalisaten jetzt in der Kirche zu St. Theodor, also an ihrem Entstehungsort, präsentiert.

Eine ganz eigene Basler Geschichte
Die Taufbücher erzählen über mehrere Jahrhunderte eine ganz eigene Geschichte (Klein)Basels. In ihnen finden sich Spuren von Schicksalsjahren (Reformation, Pest), Hinweise auf das produktive Nebeneinander von Kirche und Universität und aufschlussreiche Details zum religiösen Leben.
Erfasst ist in dieser Quelle ein Querschnitt der Bevölkerung. Arm steht neben Reich, unbekannte Familiennamen wechseln sich ab mit berühmten Geschlechtern wie den Amerbachs und den Merians. Zudem erlauben die Randnotizen Einblicke in den Alltag der Pfarrer und Pfarrhelfer.

Am Mittwoch, 20. Juni 2018 um 18 Uhr werden die Taufbücher im Rahmen einer Vernissage in der St. Theodorskirche der Öffentlichkeit präsentiert und danach im Rahmen einer Dauerpräsentation für immer in der Kirche bleiben.
An der Vernissage sprechen
- Urs Pfander (Präsident Kirchgemeinde Kleinbasel)
- Esther Baur (Staatsarchivarin Basel-Stadt)
- Philipp Roth (Pfarrer St. Theodor)
- Andreas Nidecker (Mit-Initiant)
- Barbara Piatti (Kulturhistorikerin)

Rückfragen
Philipp Roth, Pfarrer an der Theodorskirche, 061 683 43 73, philipp.roth@erk-bs.ch
Dr. phil. Barbara Piatti, 078 677 66 25, www.barbara-piatti.ch

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Autor
Madeleine Schütz

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Besuche: 34 Monat - aktualisiert: 12.06.2018