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Basel erhält ein neues Gebetbuch

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Basler Gebetbuch

Über 150 Gebete von 84 Autorinnen und Autoren versammelt das neue Basler Gebetbuch «Du weisst, wer wir sind». Aussergewöhnlich daran ist, dass ein Teil der Gebete von Mitgliedern der Basler Migrations- und Auslandkirchen stammen. Herausgeber Daniel Frei und Hans-Adam Ritter bilden auf diese Weise nicht nur die lebendige Realität von Basel ab, sondern geben auch ganz neue Inhalte und Impulse.
Medienmitteilung Nr. 10 / 21. August 2018

200 Jahre lang reisten von Basel aus Menschen im Namen der Balser Mission in fremde Länder und nach fernen Kontinenten, um den Menschen da ihren Glauben zu bringen. Jetzt hat sich der Weg umgekehrt: Es kommen Menschen aus fernen Ländern nach Basel, bringen ihre Form des christlichen Glaubens mit und bilden in Basel lebendige Migrationsgemeinden.

Die neue Auflage des Basler Gebetsbuchs trägt dieser Entwicklung Rechnung. Daniel Frei, Pfarrer am Pfarramt für Weltweite Kirche, konnte Mitglieder von Basler Migrationsgemeinden für die Mitarbeit am neuen Basler Gebetbuch gewinnen.

Das ist nicht selbstverständlich. Reformierte Pfarrer an unseren Kirchen stützen sich in ihren Gottesdiensten in der Regel auf vorformulierte, schriftliche Gebete. In vielen Migrationsgemeinden ist das ganz anders. Da wird im Gottesdienst frei und gefühlvoll gebetet. Die Christinnen und Christen von Migrationsgemeinden, die zur Mitarbeit am Basler Gebetbuch bereit waren, mussten sich deshalb auf etwas für sie ganz Neues einlassen: Sie mussten ein Gebet, das sonst aus dem Augenblick entsteht, schriftlich festhalten.

Viel gelacht und manchmal auch geweint
Viele liessen sich auf diesen Prozess ein. Im Basler Missionshaus tauschten sie sich aus, unterbreiteten sich gegenseitig das Geschriebene, korrigierten, stimmten ein. Dabei wurde viel gelacht – und manchmal auch geweint, wenn über die Gebete die Schicksale der Verfasserinnen und Verfasser spürbar wurde.

So ist aus dem Basler Gebetbuch ein vielseitiges, anregendes Buch für den Alltag geworden. Klassische Gebete etwa von Karl Barth sind ebenso enthalten wie neue Gebete von Basler Pfarrpersonen und Migranten aus Europa, Afrika und Asien. Das Buch vereint Gebete der protestantischen Ökumene mit Reformierten, Lutheranern, Anglikanern, Methodisten und Pfingstlern mit orthodoxen und katholischen Stimmen und ist in seiner Vielseitigkeit in jeder Beziehung ein Basler Gebetbuch für den Alltag.

Die Vernissage des neuen Basler Gebetbuchs findet am Sonntag, 26. August 2018 um 11.15 Uhr im Anschluss an den Gottesdienst im Basler Münster statt. Nachdem im Gottesdienst einige Gebete zum ersten Mal zum Tragen kamen, wird das Gebetbuch im Münstersaal präsentiert. Einzelne Autorinnen und Autoren werden ihre Gebete vorstellen, ergänzt durch ausgesuchte Musik von der weltweiten Kirche.


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Autor
Madeleine Schütz

aktualisiert mit kirchenweb.ch
Besuche: 36 Monat - aktualisiert: 21.08.2018