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Achtsam bleiben für den Frieden

friedenslicht_2019_basel_oho_016<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>erk-bs.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>922</div><div class='bid' style='display:none;'>14441</div><div class='usr' style='display:none;'>554</div>

Zum sechsten Mal haben Jugendliche am Sonntag, 15.12.2019, das Friedenslicht aus Bethlehem nach Basel auf den Münsterplatz gebracht. Hunderte von Baslerinnen und Baslern haben am Licht aus Bethlehem ein eigenes Licht angezündet und so das Licht des Friedens in ihre eigene Gemeinde, ihre Pfarrei oder nach Hause bringen können.
«In einer Zeit von Shitstorms in den sozialen Medien müssen wir achtsam bleiben, dass wie unser Ansehen mal hintenanstellen und Frieden schliessen», erklärte Tobias Dietrich, Diakon im Kleinbasel und Abgeordneter des Basler Kirchenparlaments, in seiner Ansprache. Er warnte davor, dass Friedensarbeit auch ungemütlich sein könne: «Man muss den Frieden erst erarbeiten und bereit sein, andere Dinge hintenanzustellen.» Er rief, gerade in der Adventszeit, zu Geduld auf: Man müsse den Frieden erwarten können. «Als Christ glaube ich an die Zusage, dass alles gut kommt.» Dazu passe die Jahreslosung: «Suche Frieden und jage ihm nach.» Das Friedenslicht solle «kein Dekorationsartikel sein, sondern ein Zeichen zum Aufbruch.»

Michelle Lachenmeier, Juristin und Grossrätin des Grünen Bündnisses, sprach von ihren Zweifeln: «Ich frage mich, ob man als Kind noch auf diese Welt kommen will, wo Menschen ausgebeutet werden, wo es Krieg gibt, wo sich Menschen mehr für ihr neues iPhone interessieren als für ihre Mitmenschen.» Sie fragte sich, wie sie es einem Kind erklären könne, «dass es immer noch Menschen gibt, die Hunger haben, unter Kriegen leiden oder ausgebeutet werden.» Sie tröste sich damit, dass ihr kleiner Sohn es gut habe in der Schweiz. «Aber die Zweifel bleiben: Setze ich mich genug ein für Gerechtigkeit, den Frieden und die Umwelt?» Wer privilegiert sei, der sei auch verpflichtet, sich für die anderen einzusetzen. «Wenn ich aber hier in die Runde schaue, dann schöpfe ich Hoffnung, weil auch ihr den Glaube an den Frieden und an eine bessere Welt nicht aufgegeben habt.» Sie glaube deshalb an eine solidarische Welt, in der die Menschen sich mit Respekt begegnen.

Musikalisch untermalt wurde die Ankunft des Friedenslichts vom Chor der Nationen.

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Autor
Madeleine Schütz

aktualisiert mit kirchenweb.ch
Besuche: 3 heute, 58 Monat - aktualisiert: 16.12.2019