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Zur Pensionierung von Susanne Wellstein

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Die erste Begegnung mit Susanne Wellstein, noch während meiner Ausbildung zur Religionslehrerin, hat mich für mein ganzes Schaffen geprägt. Während einer Hospitation in ihrer Klasse, erzählte sie mithilfe eines komplett eingerichteten Beduinenzeltes und den Schwarzenbergfiguren die Geschichte von Abraham und Sara.
Nicht nur die Kinder waren begeistert, ich war es auch. Ich wusste: So will ich auch Geschichten erzählen können.

Susanne war eine geduldige Lehrmeisterin in Kursen sowie im Forum, einem Treffen für Religionspädagoginnen, aber auch als Mentorin hat sie gerne ihr Wissen und ihre Erfahrungen an uns weitergegeben.

Sie hat eine besondere Begabung, den Kindern Gott und die biblischen Geschichten nahe zu bringen. Für die Kinder war die Relistunde das „Highlight“ der Woche, Nahrung für ihre Seelen. Viele gute Samen wurden da gesät, die zu ihrer Zeit aufgehen werden. Susanne hat sich an den jeweiligen Schulstandorten über das Unterrichten hinaus für die Kinder engagiert und Friedens- und Kommunikationsarbeit geleistet.

Der Religionsunterricht an der Schule ist ihr Herzensanliegen. So arbeitete sie viele Jahre im Konferenzvorstand mit und wehrte sich vehement gegen die Kürzung der Religionsstunden, die eine Folge der prekären Finanzen unserer Kirche sind. Viel Gutes hat sie bewirkt und erreicht, manches lag nicht in ihrer Hand. Zur Pensionierung im Sommer wünsche ich ihr alles Gute und dass sie sich immer wieder gerne an ihre Zeit im Schulzimmer zurückerinnert.

Irene Glauser