Basler Kirchen zur Beschneidungsfrage

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Die Christlichen Kirchen beider Basel begrüssen den heutigen Entscheid des Universitären Kinderspitals beider Basel betreffend Knabenbeschneidung.
Medienmitteilung Nr. 23. Juli 2012

Das Universitäre Kinderspital beider Basel UKBB hat heute beschlossen, an der bisherigen Praxis der Durchführung von rituellen Beschneidungen festzuhalten. Dies im Gegensatz zum Kinderspital in Zürich, das in dieser Frage ein einstweiliges Moratorium verfügt hat. Laut UKBB-Sprecherin Martina Beranek solle diese Frage mit Respekt behandelt werden; solange sich jedoch an der geltenden Rechtlage in der Schweiz nichts ändere, wolle man von einer Änderung absehen.

Die christlichen Kirchen in Basel-Stadt und Basel-Landschaft begrüssen diesen Entscheid des UKBB.

Die römisch-katholische Kirche der Schweiz hat die religiös begründete Beschneidung von jüdischen und muslimischen Knaben schon immer respektiert. «Es gibt keinen Grund daran etwas zu ändern», sagte Walter Müller, Informationsbeauftragter der Schweizerischen Bischofskonferenz, gegenüber der Presseagentur Kipa.

Der Kirchenrat der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt schliesst sich der gemeinsamen Stellungnahme der reformierten Landeskirche des Kantons Zürich mit dem Synodalrat der katholischen Körperschaft im Kanton Zürich an, in der sich die beiden Institutionen angesichts des Entscheids des Zürcher Kinderspitale besorgt über den Eingriff in die Religionsfreiheit von Minderheitsreligionen gezeigt haben.

Basel tickt offenbar auch in dieser Frage anders als Zürich.

Weitere Auskünfte

Monika Hungerbühler
Dekanatsleitung Römisch-Katholische Kirche Basel-Stadt
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Roger Thiriet
Beauftragter für Information und Medien der
Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt
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