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Hüte dich und bleibe still; fürchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt.

Jesaja 7,4

Zehn ereignisreiche Jahre in der Kirchgemeinde Gundeldingen-Bruderholz

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Vor zehn Jahren hiess die Kirchgemeinde Gundeldingen-Bruderholz noch St. Elisabethen. Der «Gemeindekreis Titus» hatte eine verlustreiche Zeit hinter sich. Deshalb suchte die Gemeinde eine Pfarrperson und einen sozialdiakonischen Mitarbeiter, die «die Zerstreuten» würden sammeln können. Mit Pfarrerin Monika Widmer Hodel und Samuel Sarasin fand die Gemeinde zwei Persönlichkeiten, die der Gemeinde eine Zukunft öffneten. Vielleicht war es kein Zufall, dass das 50. Jahr des Bestehens der Titus-Gemeinde und der Titus-Kirche bevorstand: «Und ihr sollt das fünfzigste Jahr für heilig erklären, es soll für euch ein Jubeljahr sein» (3. Mos. 25,10f). Das passte!
Jetzt nähert sich die Titus-Kirche ihrem 60. Jahr und es sollen hier Ereignisse Erwähnung finden, die das Gemeindeleben mit und dank diesen beiden Persönlichkeiten geprägt haben:
Der Druck, unter dem die Finanzen und damit auch die Sicherstellung des Arbeitsplatzes standen, soll hier an erster Stelle stehen. Diese beiden Menschen liessen sich dadurch nur hinter vorgehaltener Hand beeindrucken. Monika mit ihrer grossen Erfahrung und Samuel mit seinen Kenntnissen aus seinem Erstberuf als Polygraf und mit einem Bachelor in Theologie machten sich an die Erarbeitung neuer Kommunikationsmittel und die Erstellung einer Datenbank. Nach dem Ansatz des tauforientierten Gemeindebaus nahmen neue Formate Fahrt auf und es entwickelte sich die Familiengenerationenkirche, die zusehends an Attraktivität gewinnt.

Vor fünf Jahren kam auf Monika Widmers Initiative hin ein völlig neues Element hinzu, das unterdessen weit über die Kirchgemeinde hinaus Aufmerksamkeit findet: OFFLine, das oekumenische Zentrum für Meditation und Seelsorge. Oekumene ist, was die Wege der Finanzierung betrifft, ein steiniger Pfad – aber er wurde gefunden, unter anderem darum, weil Oekumene auf dem Bruderholz eine lange Tradition hat. Zu Beginn war Samuel hier ebenfalls im Team der Mitarbeitenden. Meditationsangebote, Exerzitien, seelsorgliche Einzelbegleitung sind sehr gesuchte OFFLine-Angebote! Durch dieses Format und die gesicherte Finanzierung eröffneten sich zusätzliche Möglichkeiten. Wieder wurde die ganze Bibel gelesen, jeden Tag mit Begleitprogramm, verschiedene attraktive, zum Teil interreligiöse Themenreihen wurden für die Gesamtgemeinde organisiert (Jerusalem-al Quds; Geld und Geist). Und manchmal organisiert die Pfarrerin via OFFLine und in Zusammenarbeit mit anderen, Gemeindereisen «out of the box» – zum Beispiel nach Schottland oder Israel/Palästina sowie jedes Jahr einen kleinen Sommerausflug.

Wie alle Gemeinden hatten auch die Mitarbeitenden von Titus nach Wegen aus der «Corona-Isolation» zu suchen; dieses schwierige technische Lernen war sicher in Titus keine Ausnahme. Herzerwärmend aber war Monikas Mut, einen Gottesdienst «Fasnacht trotz allem» zu feiern – mit Orgelklang, Saxophon, Trommel und Totentanz und: g a n z v i e l Abstand. Mut war die eine Komponente dieses Gottesdienstes – aber was wäre gewesen, hätten wir nicht Samuel Sarasin gehabt, der sich in dieser Phase der Kirchgemeinde zu unserem Kameramann und Technikverantwortlichen entwickelte.

So wie dieser ausserordentliche Gottesdienst möglich war, können immer wieder neue und innovative Ideen umgesetzt werden: literarisch-musikalisch-liturgische Osterwoche, literarisch-musikalische Gottesdienste, Bruderholz barock und besondere Angebote für Menschen im Seniorenalter gestalten neben manch anderem das Leben in dieser Gemeinde lebendig.

Und nun?
Monika Widmer hat ihr Pensum als Gemeindepfarrerin zugunsten eines Amtes im Kirchenrat leicht reduziert, OFFLine ist und bleibt ihr Zusatzanliegen, Samuel setzt sein Theologiestudium fort, ist aber weiterhin für die Gestaltung vielfältiger Kommunikationsmittel und Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Wir (Nicht-)KirchgängerInnen, NutzniesserInnen der Arbeit dieser beiden Menschen sind ihnen zutiefst dankbar, und wir sind froh, sie auch in Zukunft mit ihrer Aufmerksamkeit und ihrer Liebenswürdigkeit in unserer Nähe zu haben!