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Hüte dich und bleibe still; fürchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt.

Jesaja 7,4

«Wer ein Mann ist, trägt Kippa!»

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Jüdinnen und Juden sind auch in Basel bedroht und Morddrohungen ausgesetzt. Pfr. Dr. Lukas Kundert ruft deshalb alle Männer dazu auf, eine Kippa zu tragen, damit Juden nicht mehr erkennbar sind.
Die radikal-islamische Hamas hat für heute Freitag, 13. Oktober, zu Kundgebungen und Aktionen auf der ganzen Welt aufgerufen. Auch in der Schweiz müssen Jüdinnen und Juden um ihre Sicherheit fürchten. Juden seien auch in der Schweiz bereits aufgerufen, sich nicht mehr als Juden zu erkennen zu geben, sagt Pfr. Dr. Lukas Kundert, Kirchenratspräsident der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt. Er ruft deshalb dazu auf, aus Solidarität eine Kippa zu tragen. Die Kippa ist eine kleine kreisförmige Mütze, die Männer beim Gebet und in der Synagoge tragen. Viele Juden tragen sie auch im Alltag. Die Kippa ist deshalb zu einem Erkennungszeichen der Juden geworden. «Wenn alle eine Kippa tragen, lassen sich Juden auch nicht mehr identifizieren», sagt Kundert. «Wer ein Mann ist, trägt Kippa!»

Für Kundert ist klar, dass die Aufrufe eine Fortsetzung des Terrors sind: «Jüdische Menschen sollen aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden.» Die Hamas habe nicht nur zu Demonstrationen aufgerufen, sondern auch zum Mord an Juden. «Gerade als Christen sind wir aufgerufen, uns mit jüdischen Menschen zu solidarisieren. Antisemitismus darf keinen Platz mehr haben in unserer Gesellschaft. Deshalb: Tragen Sie Kippa!»

Vorbild für den Kippa-Aufruf ist der dänische König Christians X. Als die deutschen Besatzer 1942 befahlen, dass Juden einen gelben Stern tragen müssen, soll Christian X. darauf geantwortet haben, dass ein Däne genauso gut wie der andere sei. Deshalb werde er als erster den Stern tragen. Er erwarte, dass alle Dänen seinem Beispiel folgen. So erzählt es jedenfalls der Film «Exodus».