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Hüte dich und bleibe still; fürchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt.

Jesaja 7,4

Eine Stiftung für die Spitalseelsorge

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Die Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt hat an ihrer Frühjahrssitzung beschlossen, die Spital- und Gefängnisseelsorge in eine ökumenische Stiftung zu überführen. Ziel ist es, die Betreuung als «Spiritual Care» weiterzuentwickeln und professioneller aufzustellen. Gleichzeitig genehmigte die Synode die Jahresrechnung – und konnte ein überraschend gutes Jahresergebnis zur Kenntnis nehmen: Die Kirche schrieb 2024 einen Gewinn von viereinhalb Millionen Franken.
Die Einnahmen aus Kirchensteuern lagen 2024 bei gut 18,3 Millionen Franken – rund 6,7 Millionen mehr als budgetiert. Daraus resultierte in der Jahresrechnung ein Gewinn von 4,676 Millionen Franken. An der Sitzung der Synode begründete Kirchenrat David Jenny den unerwartet hohen Steuereingang mit der guten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit eines Teils der Mitglieder und damit, dass bedingt durch die Systemumstellung des Steuereinzugs bei einzelnen Mitgliedern immer noch mehrerer Steuerjahre veranlagt wurden.

Langfristig rechnet die ERK BS mit rückläufigen Erträgen aus den Kirchensteuern, da die Zahl der Mitglieder weiterhin kontinuierlich sinkt. «Wir befinden uns noch in den sieben fetten Jahren», sagte David Jenny. «Diese müssen wir nutzen, um für die folgenden mageren Jahre gewappnet zu sein.» Die Synode beschloss deshalb, den Gewinn für Rückstellungen zu verwenden – insbesondere für den Unterhalt kirchlicher Liegenschaften.

Neue Ordnungen und eine Stiftung für die Spitalseelsorge
Die Synode verabschiedete zudem eine neue Gottesdienstordnung sowie eine aktualisierte Geschäftsordnung des Kirchenrates, beide angepasst an die neue Kirchenverfassung. Ein zentraler Punkt der Sitzung war die geplante Stiftung für Spital- und Gefängnisseelsorge: Gemeinsam mit der Römisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt, der Christkatholischen Kirche sowie der Israelitischen Gemeinde Basel will die ERK BS nach dem Vorbild des Kantons Solothurn eine ökumenische Stiftung für «Spiritual Care» gründen. Ziel ist es, die Spitalseelsorge zu professionalisieren, langfristig qualitativ zu sichern und institutionell breiter abzustützen. Die Synode stimmte dem Vorhaben einstimmig zu.

Synode wird verkleinert
Die Juni-Sitzung der Synode war die letzte Sitzung des Kirchenparlaments in dieser Grösse: Gemäss neuer Kirchenverfassung wird die Synode von 80 auf 40 Mitglieder verkleinert. Die neu zusammengesetzte Synode wird sich im September konstituieren. Mit dem Wechsel endet auch die Amtszeit von Synodenpräsident Beat Ochsner. Er prägte das Gremium als Präsident während zweier Legislaturen und legte mit einem umfassenden Strategieprozess die Grundlage für die rechtliche Erneuerung der Kirche.