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Hüte dich und bleibe still; fürchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt.

Jesaja 7,4

Innovation aus Tradition: Warum die ERK Basel-Stadt zuversichtlich in die Zukunft blickt

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In der neuesten Folge des Podcasts «Praktisch-Theologisch-Kirche» gibt Lukas Kundert, Kirchenratspräsident der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt, einen spannenden Einblick in die Transformation unserer Kirche. Während viele Kirchen mit sinkenden Mitgliederzahlen hadern, zeigt Basel, dass Gottvertrauen und unternehmerischer Mut Hand in Hand gehen können.
Obwohl die Mitgliederzahl in den letzten 20 Jahren von 40’000 auf 20’000 gesunken ist, steht die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt heute stärker da als je zuvor. Pfr. Dr. Lukas Kundert berichtet von einer aussergewöhnlichen Entwicklung: Trotz des massiven Rückgangs setzen die Gemeinden heute mehr Geld um und leisten mehr Arbeit als vor zwei Jahrzehnten.

Möglich wurde dies durch die konsequente Abkehr von der reinen Abhängigkeit von Kirchensteuern. Kundert bezeichnet diese Abhängigkeit fast schon als «Geissel», die unflexibel und ängstlich macht. Stattdessen hat die ERK Basel-Stadt die «Big Five» der Kirchenfinanzierung entwickelt:
  1. Kirchensteuer: Sie trägt heute nur noch etwa 40 % der Kosten in den Gemeinden.
  2. Immobilien-Innovation: Durch kluge Investitionen und Hypothekar-Modelle wurde aus einem Grundstock von 16 Millionen Franken ein Wert von 116 Millionen geschaffen. Allein die daraus resultierenden Gewinne finanzieren mehrere Pfarrstellen komplett.
  3. Fördervereine: Hier spielt die Musik vor Ort. Menschen spenden gezielt für Projekte, die sie begeistern – etwa für Jugendarbeit oder Suppenküchen.
  4. Dienstleistungsverkauf: Die ERK übernimmt administrative Aufgaben wie den Steuereinzug für andere Religionsgemeinschaften.
  5. Stiftungen: Gezielte Mittel für langfristige kirchliche Aufgaben.

Vielfalt statt Einheitsbrei
Statt Gemeinden durch Fusionen «gesundzuschrumpfen», hat die ERK die Kontaktpunkte zur Bevölkerung sogar ausgebaut. Heute finden Menschen in Basel eine hochdifferenzierte Kirchenlandschaft: Von der «Regenbogenkirche» über die «Migrantenkirche» bis hin zu «klösterlichen Angeboten» im Quartier. Sogar für das Milieu der «Arrivierten» oder für postevangelikale Suchende gibt es spezialisierte Orte.

Die «Theologie der Anerkennung»
Hinter all diesen Zahlen steht ein tiefes theologisches Fundament: die «Theologie der Anerkennung». Lukas Kundert betont im Podcast, dass es in der Kirche nicht nur um gute Argumente geht, sondern um die «Agape» – die bedingungslose Liebe und das Ernstnehmen des Gegenübers auf Augenhöhe: «Gott hat uns so viele Talente gegeben, wir müssen sie nur anlegen und damit wuchern. Wenn die Herzen warm werden, braucht man gar nicht so wahnsinnig viel Geld», sagt Lukas Kundert.

Warum Sie diesen Podcast hören sollten
Im Podcast führt Lukas Kundert aus, wie Kirche im 21. Jahrhundert relevant bleiben kann. Er macht Mut, Neues zu wagen, ohne das Evangelium zu verwässern. Lukas Kundert erzählt mit einer Mischung aus frommer Gelassenheit und strategischem Scharfsinn, warum die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt auf ihre Erfolge stolz sein kann.

Hier gehts zur Website des Podcasts «Praktisch. Theologisch. Kirche»: » praktisch-theologisch-kirche.de/