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Hüte dich und bleibe still; fürchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt.

Jesaja 7,4

Te Deum laudamus

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Im Konzert zum dritten Advent führt die Kantorei St. Peter geistliche Werke von Antonio Vivaldi, Heinrich Schütz und Jan Dismas Zelenka auf.
Zum Eingang erklingt das „Dixit Dominus“ RV 595 von Antonio Vivaldi, eine Vertonung des 109. Psalms. Dessen geistliches Werk stand lange im Schatten der Solokonzerte und Opern, denen es aber in ihrer Kunstfertigkeit und Originalität in nichts nachsteht.

Das „Dixit Dominus“ komponierte er für die Waisenhauskonzerte des Ospedale della Pietà in Venedig, wo er für viele Jahre als Geigenlehrer und maestro di concerti wirkte. Entstanden ist es vermutlich in den Jahren 1713 bis 1719, in welchem Vivaldi zwischenzeitlich auch die Aufgaben des maestro di coro übernahm.

Im „Dixit Dominus“ erweitert Vivaldi in einigen Chorsätzen den vierstimmigen Chorsatz auf fünf Stimmen, indem er eine weitere Sopranstimme hinzufügt. Hierin zeigt das Werk eine besonders hohe Kunstfertigkeit, die in dieser Form für Vivaldi aussergewöhnlich ist.

Das Konzert beschliesst die Kantorei mit dem „Te deum“ ZWV 146 von 1731 von Jan Dismas Zelenka, dessen Werke im Zuge der historischen Aufführungspraxis neu entdeckt wurden.

Zelenka, aus Böhmen stammend, kam 1710 als Kontrabassist an das Hoforchester in Dresden und arbeitete sich im Laufe der Jahre zum Hofkomponisten und „Kirchen-Compositeur“ hoch.

Seinen aussergewöhnlichen Glanz erhält das „Te deum“ durch die Doppelchörigkeit in drei der fünf Chöre sowie die Verwendung von vier Trompeten und gehört gewiss zu den originellsten und eindrücklichsten Werken Zelenkas. Umso erstaunlicher ist es, dass es noch in keinem Verlag veröffentlicht wurde. Die Aufführung ist möglich durch die Unterstützung der Denkmälerreihe „Das Erbe deutscher Musik“ und dem Collegium 1704 Prag, welche uns grosszügigerweise das Notenmaterial zur Verfügung stellen.

Zwischen den beiden grossen spätbarocken Werken steht das siebenminütige frühbarocke „Deutsche Magnificat“ SWV 494 zu zwei Chören von Heinrich Schütz. Bereits zu seinen Lebzeiten wurde Schütz 1650 in einer Musikgeschichte als der „allerbeste teutsche Komponist“ genannt.

1671, im Alter von 86 Jahren, veröffentlichte er eine Sammlung von Werken, die unter dem Begriff Schwanengesang zusammengefasst wurden und zu der auch die Magnificat-Vertonung SWV 494 gehört. Ein Jahr nach der Veröffentlichung verstarb Schütz.

In diesem musikalischen Vermächtnis greift Schütz formal auf die venetianische Praxis der Mehrchörigkeit zurück, die er bereits in den 1619 entstandenen „Psalmen Davids“ angewandt hatte, und spannt so einen Bogen über sein gesamtes kompositorisches Schaffen.

Seine grosse Fähigkeit, Wort und Musik zu einer Einheit zusammenzufügen, zeigt sich auch im Magnificat, dem Lobgesang Marias, die die Offenbarung Gottes als Menschen erwartet.

Das nachfolgende pdf informiert Sie über die Details zu dieser Aufführung.

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