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Spitalseelsorge

In den Basler Spitälern am Universitätsspital, Felix Platter-Spital, Claraspital, REHAB Basel und an den Universitären Psychiatrischen Kliniken stehen speziell ausgebildete und auf diese Aufgabe vorbereitete Pfarrerinnen und Pfarrer für die Spitalseelsorge zur Verfügung.

Angebot und Auftrag

Für Menschen im Spital, ist es wichtig, neben der ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Betreuung auch eine Ansprechperson für existentielle und spirituelle Fragen zu haben.

Die Seelsorge…
  • öffnet Türen für Gedanken, Gefühle und Erfahrungen, welche schwer auszusprechen sind. Es tauchen Fragen auf über den Sinn des Lebens, wie es nach schwerer Krankheit weitergehen soll, ob es ein Leben nach dem Leben hier auf Erden gibt. Die eigenen Kraftquellen, die Dankbarkeit für das Leben, offene Wünsche und anstehende Aufgaben können einer fremden, vertrauenswürdigen Person gegenüber ausgedrückt werden
  • ist offen für alles, was die Patientinnen und Patienten oder ihre Angehörigen aktuell bewegt – eben auf der Seele liegt.
  • gestaltet Feiern und Rituale: Gebet, Krankenkommunion, Gottesdienste, Segens- und Abschiedsfeiern.
  • vermittelt auf Wunsch Kontakte zu einer Fachperson der jeweiligen Glaubensgemeinschaft.
  • ist in der Regel rund um die Uhr erreichbar.
  • ist diskret und vertraulich. (Schweigepflicht)

Die Evangelisch-reformierte Kirche ERK (und die Römisch-katholische Kirch RKK) Basel-Stadt
stellt an den Basler Spitälern einen Seelsorgedienst zur Verfügung.


Der Seelsorgeauftrag…
  • umfasst Gespräche und Begleitung von allen Patientinnen und Patienten, Angehörigen und Mitarbeitenden des Spitals – unabhängig von deren religiöser Orientierung. Die individuelle spirituelle und religiöse Einstellung wird respektiert.
  • orientiert sich an der Würde und am ganzheitlichen Wohlbefinden des Menschen.

Der Seelsorgedienst ist Teil der gesamtheitlichen Behandlung der Patientinnen und Patienten. Das Angebot wird von den Pflegenden und von den Ärzten als wichtig und unverzichtbar erachtet:

Eichenberger (Foto: erk webkoordinator)
«Die Spitalseelorgenden sind für unsere Patientinnen und Patienten, aber auch Mitarbeitenden von sehr grossem Wert und unersetzbar.»
Dr. Peter Eichenberger, Direktor St. Claraspital Basel


Nyfeler (Foto: erk webkoordinator)
«Als Unterstützung bei der Krankheits- und Leidensbewältigung ist die Seelsorge ein nicht wegzudenkender Bestandteil unseres ganzheitlichen Begleitungsangebots für ältere Menschen. Wir erfahren immer wieder, wie wertvoll dieser besondere Beistand für unsere Patienten ist.»
Dr. Jürg Nyfeler, CEO Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER Basel


Barandun (Foto: erk webkoordinator)
«Die Spitalseelsorgerinnen und Spitalseelsorger kommen «einfach so» vorbei: sie hören zu, sie ermutigen, sie trösten.
Wie entlastend für kranke Menschen, und ihre Angehörigen, wenn jemand von der Spitalseelsorge da ist, der für die Seele sorgt.
Wie entlastend für uns Pflegende, dass die Spitalseelsorgerin oder Spitalseelsorger kommt, wenn jemand Beistand benötigt.»
Ursi Barandun Schäfer, Pflegeexpertin Intensivpflege, Universitätsspital Basel


Pertoldi (Foto: erk webkoordinator)
«Da – Sein, Begegnung und Gespräche mit der Spitalseelsorge sind für schwer erkrankte Patienten und deren Angehörige eine wichtige Unterstützung und Begleitung.»
Anna Pertoldi, Stationsleitung Palliativstation, St. Claraspital Basel

Liniger (Foto: erk webkoordinator)
«Die Spitalseelsorge ist ein wichtiger und sehr geschätzter Bestandteil in der Begleitung von Patienten und deren Angehörigen bei schweren chronischen Erkrankungen oder am Lebensende. Sie unterstützt uns im interdisziplinären Team sehr in unserem oft hektischen klinischen Alltag mit der nötigen Ruhe und Gesprächen sowie Spiritualität und Glauben. Dies wird im Sinne einer Team sehr geschätzt.»
Dr. Dorothee Liniger, Oberärztin Universitäre Altersmedizin FELIX PLATTER Basel

Schwerpunkte

Die Seelsorgerinnen und Seelsorger werden in den Basler Spitälern zu Gesprächen in ganz unterschiedlichen Situationen gerufen, um Patientinnen und Patienten oder ihre Angehörigen zu begleiten/unterstützen.

Häufige Seelsorgesituationen:
  • bei Notfällen: am Universitätsspital besteht ein 24 Stunden Pikettdienst an 365 Tagen mit über 200 Einsätzen pro Jahr, Tendenz steigend
  • bei lebensbedrohenden und lebensverändernden Diagnosen: z.B. Krebs, Demenz
  • vor und nach grösseren Operationen
  • bei Komplikationen
  • bei unerwartetem Ende einer Schwangerschaft und bei Verlust des Kindes
  • nach einem Unfall oder Schlaganfall
  • bei Patienten im Koma
  • bei Palliative Care
  • bei End of Life Care und beim Sterben
  • Bewältigung von psychischen Krisen
  • Prävention
  • Nachsorge nach stationärem Aufenthalt

Weitere Tätigkeitsfelder: die Seelsorgerinnen und Seelsorger sind zudem in verschiedenen spitalinternen Gremien wie Ethikbeirat oder Palliative-Care Gruppen vertreten. Wenn nötig, sind sie bei internen Fallbesprechungen, Standortgesprächen oder auch Gesprächen zwischen Angehörigen und Ärzten unterstützend dabei.

Kontakt und Spende

Die Spitalseelsorge wird von der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt und und von der Römisch-Katholischen Kirche Basel-Stadt sowie vom Kanton Basel-Stadt unterstützt.

Weil beide Kirchen in den letzten Jahren Mitglieder verloren haben, sind sie jedoch nicht mehr in der Lage, die Spitalseelsorge weiterhin so zu unterstützen, wie es der Nachfrage entsprechen würde.

Die Spitalseelsorge ist deshalb auf Spenden angewiesen. Das Spendenziel beträgt CHF 130'000.– pro Jahr.